Herkunft, Anbau und Verarbeitung
Ursprünglich stammt die Pfefferpflanze (Piper nigrum) aus den Wäldern Südindiens. Heute sind die Hauptanbaugebiete Indonesien, Indien, Malaysia und Brasilien. Daneben wird Pfeffer u. a. in Thailand, Vietnam und im Kongo angebaut. Das Herkunftsland, die Anbauregion, der Erntezeitpunkt und die Verarbeitung beeinflussen das Aroma und die Schärfe des Pfeffers.
Als Kletterpflanze benötigt Pfeffer Gerüste oder Stützbäume, z. B. Kokospalmen zum Gedeihen. Durch die Haftwurzeln kann sich die Pflanze bis zu 15 Metern hochranken, zur leichteren Bewirtschaftung lässt man sie meistens nicht höher als vier Meter wachsen. Am besten gedeiht sie bei feuchttropischem Klima an halbschattigen Orten und humusreichen Böden. Sie trägt ca. 10 - 15 Zentimeter lange, dunkelgrüne, oval zugespitzte Blätter und zweimal im Jahr an Ähren aufgereihte weiße, kleine Blüten. Die Pfefferfrüchte hängen an den Rispen und erinnern im Aussehen an Johannisbeeren. Geerntet wird per Hand, die maximalen Erträge liegen bei rund vier Kilogramm Früchten pro Pfefferstrauch. Im konventionellen Anbau wird Pfeffer meistens als großflächige Monokultur angebaut, beim ökologischen Anbau als Mischkultur z. B. mit Tee, Kaffee und Bananen.
Der Pfeffer wird mit dem Schiff nach Europa transportiert und gelangt über Importeure in London, Rotterdam und Hamburg für die weitere Verarbeitung nach Deutschland. Etwa ein Drittel der importierten Gewürze entfällt auf Pfeffer. In gewürzverarbeitenden Betrieben wird er gereinigt und sortiert. Ein Teil wird als ganzer Pfeffer für den Verkauf verpackt. Die überwiegende Menge wird möglichst aromaschonend vermahlen oder aufgebrochen und zum größten Teil weiterverarbeitet, der Rest wird für den Handel abgepackt. Pfeffer ist wichtiger Bestandteil von vielen Gewürzmischungen, Gewürzzubereitungen und sonstigen Würzmitteln. Daneben wird Pfeffer an die fleisch- und fischverarbeitende Industrie geliefert und in der Parfumherstellung verwendet.








