Zitronengras

Zitronengras (Cymbopogon citratus) wird auch als Lemongras bezeichnet und in ganz Südostasien angebaut. Es gehört in die Familie der Süßgrasgewächse (Poaceen). Die anspruchslose Pflanze wird etwa einen bis zwei Meter hoch und hat lange, schilfähnliche Blätter. Als Gewürz kommen in erster Linie die Stängel zum Einsatz, die ähnlich wie Frühlingszwiebeln aussehen und etwa 15 Zentimeter lang sind. Sie werden oberhalb der knollenartigen Wurzel abgetrennt und von den Blättern befreit. Nur die ganz jungen und zarten Blätter werden fein geschnitten ebenfalls als Gewürz verwendet. Zitronengras ist im Handel frisch oder getrocknet erhältlich. Die frischen Stängel sind z. B. in asiatischen Lebensmittel-Läden oder auf Wochenmärkten zu finden, getrocknetes und geschnittenes Zitronengras wird z. B. in Reformhäusern oder Naturkostläden angeboten.

Geschmack und Verwendung
Zitronengras enthält wenig ätherisches Öl (0,2 bis 0,5 %), Hauptbestandteil ist Citral, das auch im Zitronenöl vorkommt. Der Geschmack von Zitronengras ist frisch, etwas säuerlich und sehr zitronenähnlich. In Deutschland wird vor allem getrocknetes Zitronengras als Tee oder Bestandteil von Teemischungen verwendet. Sein Aroma ist weniger intensiv. Frisches Zitronengras ist in Thailand, Vietnam, Kambodscha, Indonesien und Sri Lanka ein beliebtes Gewürz. Es passt sehr gut zu Geflügel, Schweinefleisch, Fisch und Meeresfrüchten sowie zu Gemüsegerichten. Oft werden die ganzen Stängel mit gekocht, nachdem sie vorher z. B. mit einem Esslöffel oder einem Messergriff leicht weichgeklopft werden. Nach dem Kochen werden sie entfernt, denn Zitronengras ist sehr strohig und daher nicht gut zum Verzehr geeignet. Bei einer weiteren Zubereitungsart wird das helle Innere aus den Stängeln herausgelöst und in einem Mörser zerrieben. Dabei werden häufig weitere Gewürze mit zerstoßen, so dass Gewürzmischungen und -pasten entstehen. In Indien wird es zwar auch angebaut, jedoch nicht zum Kochen, sondern als Heilkraut und zur Parfumherstellung eingesetzt.