Kennzeichnung

Die Kennzeichnung von Honig ist in der Honig-Verordnung vom 16. Januar 2004 geregelt. Auf dem Etikett kann dann die genaue Honigbezeichnung (z.B. Lindenblütenhonig) angegeben werden, wenn der Honig vollständig bzw. zu einem großen Teil von der Blüte einer Pflanzenart (hier: Linde) ist. Gleichzeitig kann die Herkunft (z.B. Brandenburger Honig) aufgeführt werden, wenn der Honig aus dieser Gegend (Brandenburg) stammt. Wobei das Ursprungsland (Deutschland) angegeben werden muss.

Die Bezeichnung "Honig" gilt nur für Blüten- und Honigtauhonig. Gefilterter, Back- und Wabenhonig sowie Honig mit Wabenteilen und -stücken dürfen nicht einfach nur "Honig" genannt werden. Backhonig muss die Bezeichnung "nur zum Kochen und Backen geeignet" tragen. Außerdem sind Name und Anschrift des Imkers bzw. Herstellers sowie das Füllgewicht auf dem Etikett anzugeben. Laut Kennzeichnungs-Verordnung ist Honig zusätzlich mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zu versehen, obgleich die Mindesthaltbarkeitsspanne vom Imker bzw. Abfüller selbständig bestimmt werden kann. Der Gesetzgeber empfiehlt eine Haltbarkeitsangabe von 24 Monaten.

Die Honig-Qualität ist für den Laien weder zu sehen noch zu schmecken. Daher müssen Verbraucherinnen und Verbraucher unabhängigen Kontrollen vertrauen. Zeichen für besonders hochwertigen Honig sind das Bio-Siegel, die Gläser des Deutschen Imkerbundes sowie das TransFair-Siegel.

Bio-Siegel
Das Biosiegel kennzeichnet Honig aus kontrolliert ökologischer Bienenhaltung. Von seiner Erzeugung bis zur Verpackung wird dieser Honig regelmäßig kontrolliert und mit dem für Bio-Lebensmittel charakteristischen EG-Kontrollnummer versehen. Ist der Honig nach den Richtlinien ökologischer Anbauverbände wie Bioland oder Naturland erzeugt, stehen deren Siegel gleichfalls auf dem Etikett.

Die Richtlinien der Anbauverbände sind strenger als die der EG-Öko-Verordnung, die dem Bio-Siegel zugrunde liegt. Ein Naturland-Honig stammt z.B. zu hundert Prozent aus ökologischer Landwirtschaft - für das Bio-Siegel sind mindestens 95 % vorgeschrieben. Bei Krankheiten verbietet Naturland den Einsatz chemisch-synthetischer Medikamente, wohingegen die EG-Öko-Verodnung lediglich den weitgehenden Verzicht empfiehlt. Zusätzlich verbietet Naturland die Verwendung von gentechnisch manipulierter Bienen, das Beschneiden der Bienenflügel und die Fütterung mit Pollenersatzstoffen.

Deutscher Imkerbund
Honig mit der Bezeichnung "Echter deutscher Honig" entspricht den Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbundes e.V. Solch ein Honig wurde garantiert in Deutschland erzeugt und enthält alle natürlichen Inhaltsstoffe. Die Produktkontrollen des Deutschen Imkerbundes e.V. werden nach festgeschriebenen Qualitätsstandards regelmäßig durchgeführt. Imker die diese Standards erfüllen, verwenden die Gläser des Imkerbundes mit entsprechender Banderole.

Für Honig wird außerdem das Zeichen "Lebensmittel TÜV geprüft" von der in Bayern ansässigen Vitacert GmbH vergeben. Honige mit diesem Zeichen, sind u.a. in der Region gewonnen und schonend verarbeitetet. Die festgelegten Qualitätsstandards gehen über gesetzliche Bestimmungen und die nicht näher bestimmte "gute fachliche Praxis" hinaus.

TransFair-Siegel
Das TransFair-Siegel kennzeichnet Honig aus fairem Handel und wird von TransFair e.V. vergeben. Dieses Siegel garantiert u.a. dass der Honig aus Projekten des Fairen Handels stammt und zu einem fairen Preis eingekauft wurde. Die Einhaltung der Fairhandelskriterien wird neben der Honigqualität von unabhängigen Wirtschaftsprüfern regelmäßig kontrolliert.



Ökologisch gewonnener Honig wird im fairen Handel besonders gefördert. Sie erkennen ihn wie alle Bio-Lebensmittel am Zeichen des ökologsichen Anbauverbandes oder dem Bio-Siegel.