Bienenhaltung

Bienen können in verschiedenen Arten von Beuten (Bienenkästen) oder Körben gehalten werden. Die Bienen bauen in der so genannten Bienenwohnung Waben. Einige Waben dienen der Honiglagerung, in den anderen wird die brut aufgezogen. Eine Bienenwohnung muss den Bienen genügend Platz bieten, damit sie viel Honig eintragen können und nicht schwärmen. Das Material sollte atmungsaktiv sein um Schimmelbildung und Krankheiten zu verhindern.

Waben
Beute
Korb

Waben
Bienen bauen für die Honiglagerung und Brutaufzucht sechseckige Waben. Die Waben werden in Naturbauweise (z.B. in Strohkörben) oder auf vorgeformten Mittelwänden (z.B. in Beuten) von den Bienen gebaut. In der ökologischen Imkerei müssen das verwendete Wachs für die Mittelwände aus ökologischen Betrieben stammen und der natürliche Wabenbau gefördert werden.

Beute
Eine Beute kann aus Holz, Kunststoff (Styropor), Stroh oder Lehm bestehen. In der ökologischen Bienenhaltung müssen natürliche Materialien verwendet werden. Die Beuten unterscheiden sich in Form, Größe und Bauart sowie in der Anordnung der Waben. Es werden Klotz-, Oberbehandlungs- und Hinterbehandlungsbeute unterschieden. Beuten können überall aufgestellt werden und ermöglichen dem Imker ein schnelles sowie leichtes Arbeiten am Bienenvolk.

Klotzbeute
Zu den ältesten überlieferten Beuten gehören die Klotzbeuten. Die Bienenvölker befinden sich in einem Stammteil des Beutenbaumes oder hohlen Baumstamm. Die Waben sind in unterschiedlicher Richtung zum Flugloch angeordnet und das Verschlussbrett an der Rückseite der Beute ermöglicht das Herausnehmen der Waben.

Oberbehandlungsbeute
Die Oberbehandlungsbeute, das sog. Magazin, ist weltweit verbreitet. Sie besteht aus zwei oder mehr Zargen (oben und unten offene, stapelbare Kästen). Unterboden und Deckel schützen die Bienen vor Feinden und Witterung. Der Imker bearbeitet das Volk von oben und nimmt die Waben heraus. Die Einzelvölker in Magazinen haben für den Imker den Vorteil, dass er sie auch bei wenig einträglichen Trachten aufstellen kann.

Hinterbehandlungsbeute
Für Hinterbehandlungsbeuten ist ein Bienenhaus nötig. Der Imker gelangt durch eine Tür an den Brut- und Honigraum, die in einer Hülle untergebracht sind. Die Tür an der Rückseite ist durch Matten und Fenster von den besetzten Waben abgeschlossen.

Korb
Seit Jahrhunderten werden geflochtene Strohkörbe in der Imkerei verwendet. Der so genannte "Lüneburger Stülper" besteht aus handgedroschenem Roggenstroh und wird mit Strohhäckseln und Kuhdung gegen die Witterung verschmiert. Die Waben werden von Bienen selbst gebaut und von sog. Speilen gehalten. Bei guter Pflege kann ein Korb 120 Jahre lang verwendet werden. Heute haben Körbe nur noch in der Lüneburger Heide und in Holland eine Bedeutung für die Bienenhaltung, da sie sehr aufwendig herzu-stellen sind und sich ausschließlich für Heidetracht eignen.