Bienenkrankheiten

Die Stärke des Bienenvolkes ist nicht nur von der Arbeit des Imkers oder Tracht abhängig. Auch Krankheiten können die Bienen, die Bienenbrut und die Waben schädigen. Beugt der Imker den Krankheiten nicht rechtzeitig vor oder behandelt sie nicht richtig, dann können die Bienen sterben. Besonders Varroamilbe, Amerikanische Faulbrut und Wachsmotte machen den Imkern zu schaffen.

Varroatose
Bereits 1904 wurde die aus Indien stammende Milbe (Varroa destructor) erstmals beschrieben. Zwischen 1940 und 1950 gelangte sie aufgrund des weltweiten Bienenhandels nach Europa und befiel die Honigbiene Apis mellifera. Die Milbe lebt parasitisch an Bienen und Brut. Ein gesundes Bienenvolk toleriert eine gewisse Anzahl an Milben ohne dass die Erkrankung auftritt. Behandelt der Imker die Völker nicht gegen die Milbe und die Anzahl der geschädigten Bienen steigt, kann jedoch das gesamte Volk sterben. Ein Befall mit der Milbe verusrsacht bei den Bienen Verkrüppelungen und Unfruchtbarkeit. Gemäß des Bienenseuchengesetzes muss Varroatose bei seuchenhaftem Auftreten beim Amtstierarzt gemeldet werden.

Amerikanische Faulbrut
Die Amerikanische Faulbrut wird durch den Bacillus larvae verursacht. Das Bakterium befällt und zerstört die Bienenbrut. Bricht bei einem Volk die Seuche aus, stirbt es. Diese Erkrankung ist weltweit verbreitet und muss vom Imker beim zuständigen Amtstierarzt angezeigt werden. Der Erreger ist äußerst widerstandsfähig und kann sehr lange überleben.

Wachsmotte
Wachsmotten sind Schädlinge, die die Waben des Bienenvolkes und Vorratswaben der Imker zerfressen. Gleichzeitig können sie Überträger der Amerikanischen Faulbrut sein. Die Motte frisst u.a. den "Deckel" der Wabe ab, so dass die Bienenbrut offen liegt. Starke Bienenvölker können einen Befall durch Wachsmotten verhindern.