Inhaltsstoffe

Honig besteht zum größten Teil aus verschiedenen Zuckerarten und Wasser. Die außerdem enthaltenen Enzyme, Mineralstoffe, Vitamine und vieles mehr machen Honig zu einem hochwertigen Lebens-mittel. Laut Honig-Verordnung dürfen Honig weder Lebensmittelzutaten und -zusatzstoffe noch weitere Stoffe zugesetzt werden. Soweit möglich sollen keine organischen und anorganischen Fremdstoffe enthalten sein.

Kohlenhydrate
Wasser
Enzyme
Mineralstoffe
Aminosäuren
Säuren
Vitamine
Pollen
Hefen
Algen

Kohlenhydrate
Honig besteht zu 70 bis 80 % aus Kohlenhydraten, vorrangig Trauben- (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose). Daneben sind weitere Zwei- und Mehrfachzucker ( u.a. Maltose, Stärke) enthalten. Unser Körper kann diese Kohlenhydrate als schnelle Energielieferanten nutzen.

Wasser
Neben den Kohlenhydraten macht Wasser den zweitgrößten Bestandteil von Honig aus. Der Wassergehalt darf nicht über 20 % liegen, da sonst die Gefahr von Gärung, Nachlassen der Lagerfähigkeit sowie Konsistenz- und Geschmacksänderungen besteht. Blütenhonige besitzen einen höheren Wassergehalt als Honigtauhonige.

Enzyme (Fermente)
Über die Verdauungsenzyme der Biene, den Weiselfuttersaft und den Pollen gelangen Enzyme in den Honig. Der Enzymgehalt im Honig beträgt bis zu zwei Prozent. Die Verdauungsenzyme der Biene (Amylase, Diastase) sind von besonderer Bedeutung. Sie zerlegen die Saccharose, welche vorrangig im Nektar enthalten ist. Saccharose wird in Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker) gespalten, die Hauptbestandteile des Honigs. Je mehr Fructose im Honig enthalten ist, desto länger behält er seine flüssige Konsistenz. Der Weiselfuttersaft enthält neben Phosphatasen und Cholinesterase nur geringe Mengen an Enzymen. Der Pollen ist neben zuckerspaltenden auch reich an eiweiß- und fettspaltenden Enzymen.

Mineralstoffe
Der Mineralstoffgehalt beträgt im Honig bis zu 0,2 %. Neben Kaliumsalzen sind auch Eisen, Magnesium, Calcium und verschiedene Spurenelemente enthalten. Der Gehalt an Mineralstoffen ist in Honigtauhonig wesentlich höher ist als in Blütenhonig.

Aminosäuren
Je nach Honigart können sieben bis sechzehn verschiedene Aminosäuren (kleinste Einheiten der Eiweiße) in Honig vorkommen. Wobei jede Honigart ihr eigenes, spezielles Aminosäurespektrum besitzt. Bestimmte Aminosäuren wie Glycin, Alanin oder Prolin sind in jedem Honig enthalten. So wird zum Beispiel der Reifegrad eines Honigs anhand des Prolingehaltes bestimmt.

Säuren
Die Säurepartikel stammen aus Bestandteilen der Ausgangsstoffe des Honigs. Weniger als ein Prozent organische Säuren sind in Honig enthalten. Zu ihnen zählen Glukon-, Zitronen-, Apfel-, Bernstein aber auch Ameisensäure. Durch den hohen Zuckeranteil wird der Geschmack der Säuren im Honig überlagert.

Vitamine
In Honig sind lediglich Spuren von Vitaminen enthalten. Wobei Blütenhonig mehr Vitamine aufweist als Honigtauhonig. Wissenschaftler konnten bisher die Vitamine A (Retinol), B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B6 (Pyridoxin), C (Ascorbinsäure) sowie Carotine nachweisen.

Aromastoffe
Jeder Honig enthält je nach Pflanzenart verschiedene Aromastoffe. Der Honiggeruch wird durch Alkohole, Ketone sowie Säuren und deren Ester erzeugt.

Pollen
Mit dem Nektar tragen die Bienen auch Pollen in den Blütenhonig ein, obgleich Pollen vorrangig als Eiweißnahrung für die Maden (Brut) gesammelt wird. Auch Honigtauhonig enthält Pollen, weil dieser von Windblütern am Honigtau der Bäume kleben bleibt und anschließend von Bienen eingetragen wird. Aufgrund des enthaltenen Pollen kann die geographische Herkunft von Honig bestimmt werden.

Hefen
In Blütenhonig sind Kreuz- oder Nektarhefen enthalten. Aber auch andere Hefen, wie beispielsweise Bäckerhefen können nachgewiesen werden. Bäckerhefen im Honig deuten auf unsauberes Arbeiten des Imkers oder Rückstände einer Hefeteigfütterung.

Algen
Im Honig können Kiesel-, Blau- oder auch Fadenalgen enthalten sein. Die Bienen bringen sie vom Trinken aus Tümpeln und Teichen mit.