Anbau

Der Anbau von Tee ist auf Ost- und Südostasien konzentriert. Indien, China, Sri Lanka, Indonesien und Japan erzeugen mit ca. 70 % den Großteil der Weltproduktion. Auf Afrika entfallen ca. 13 % der Weltproduktion, vor allem in Kenia (10 %) und Malawi wird Tee angebaut. Die größten Mengen werden in Indien, China, Kenia und Sri Lanka produziert. Mit Abstand folgen Iran, Argentinien, Bangladesh, Türkei und die ehemalige Sowjetunion. Aus Indien, Pakistan, Sri Lanka und Indonesien stammt hauptsächlich schwarzer Tee, China und Japan produzieren vor allem Grüntee. Der Eigenverbrauch der Produktionsländer steigt von Jahr zu Jahr und beträgt inzwischen rund 60 % der Welternte.

Die besten Wachstumsbedingungen haben Tee-Pflanzen bei milden Temperaturen von 18-28 °C, gleichmäßigem Niederschlag und ausreichend Sonnenschein. Die Pflanzen bevorzugen hohe Lagen (500 - 2.000 Meter) gegenüber heißem Tiefland, daher gedeihen die besten Produkte in Höhenlagen wie in Darjeeling oder in Sri Lanka. Weniger optimale klimatische Bedingungen wie Temperaturen über 30 °C und unter 13 °C, Trockenperioden von mehreren Monaten, lange Perioden von Lichtarmut durch anhaltende Bewölkung oder kurze Tage im Winter führen zu geringeren Erträgen.

Aufzucht der Teepflanzen
Die Samen der Teepflanzen werden unter feuchtem Sackleinen vorgekeimt und dann in speziellen Saatbeeten oder Kunststoffbeuteln herangezogen. Erfolgt die Anzucht in Kunststoffbeuteln, werden die Sämlinge nach sechs bis acht Monaten, wenn sie ungefähr 20 Zentimeter groß sind, in Reihen ins Feld gepflanzt. In Saatbeeten lässt man sie dagegen zwei bis drei Jahre wachsen. Zum Auspflanzen werden sie auf etwa 10 Zentimeter zurückgeschnitten. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen auf dem Feld richtet sich nach dem Klima, der Fruchtbarkeit des Bodens und der gewählten Aufzuchtform. In regenreichen, kühlen Gebieten kann enger gepflanzt werden als in trockneren Gebieten. Die jungen Teepflanzen werden regelmäßig zurückgeschnitten, damit breite Teebüsche heranwachsen. Durch das Herunterbiegen der Zweige wird die Entwicklung der Buschform beschleunigt. Später werden die Teesträucher ebenfalls in regelmäßigen Abständen zurückgeschnitten, um das Wachstum der jungen Triebe anzuregen.