Ernte

Die Tee-Ernte ist vielfach aufwendige Handarbeit. Für die besten Qualitäten werden die Blattknospe (die jüngsten Blätter) und die obersten zwei Blätter gepflückt. Ein Arbeiter sammelt bis zu 30 kg frische Blätter pro Tag. Zum Vergleich: Bei der mechanischen Ernte mit dem Einsatz von Maschinen schafft ein Arbeiter 100 kg pro Stunde. Bei der Ernte sollten genug Blätter zurückgelassen werden, um sicherzustellen, dass der Teebusch kräftig und gesund weiterwachsen kann.

Die Höhe der Erträge ist von der Sorte abhängig: Assam-Teesorten aus den Tropen bringen größere Erträge (1,5 - 2,5 Tonnen, maximal 5 Tonnen pro Hektar und Jahr) als chinesische Teesorten (0,8 - 1,6 Tonnen, maximal 4 Tonnen pro Hektar und Jahr). Der Weltdurchschnitt liegt bei 1 Tonne pro Hektar und Jahr. In China und Japan wird in Abständen von sechs Wochen drei bis fünf mal im Jahr geerntet, weil in den kühleren Regionen der Blattverlust die Pflanze zusätzlich schwächt. In den Hochlagen von Indien und Indonesien werden bis zu 15 Pflückungen, in Tieflagen bis zu 30 Pflückungen pro Jahr durchgeführt. Von den frischen Blättern werden ca. 4,5 kg frische Blätter für 1 kg Tee benötigt.

Die größten Tee-Exporteure weltweit sind Sri Lanka, Kenia, China und Indien. Sie bestreiten etwa 75 % der gesamten Exportmenge. Importländer sind vor allem die Russische Föderation, Großbritannien, Pakistan und die USA mit zusammen etwa 45 %. Mit deutlichem Abstand folgen Irak, Polen, Deutschland und Frankreich. Der Verbrauch von Schwarztee liegt in Deutschland bei 270 g pro Kopf und Jahr.