Ökologischer Kaffee-Anbau

Zum biologischen Anbau von Kaffee gehören Plantagen mit Mischkulturen aus Schattenbäumen und Kaffeepflanzen. Als Schattenbäume werden z. B. Bananen-, Grapefruit- und Avocadobäume, auch Eukalyptus, Ananas und Papaya gepflanzt. Sie schaffen gute Lebensbedingungen für die Kaffee-Pflanzen, indem sie für eine Auflockerung des Bodens sorgen, sie vor Sonne und Wind schützen und die Bodenerosion verhindern. In Hochlagen kann ausreichender Schatten die Temperaturunterschiede zwischen Tages- und Nachtemperaturen ausgleichen. Schattenbäume erleichtern zusammen mit Bodendeckern und Mulch aus herabfallenden Blättern die Unkrautbekämpfung und tragen zur Gesundheit der Kaffeepflanzen bei. Es entsteht ein stabiles Ökosystem. Das Unkraut wird regelmäßig von Hand gejätet.

Bei schattenlosem Anbau ist wesentlich mehr Dünger notwendig, die Böden sind anfälliger für Erosion. Der Pflege der Kaffeesträucher kommt eine besondere Bedeutung zu. Das Ausschneiden der Sträucher muss fachgerecht und rechtzeitig erfolgen, damit der Entstehung von Krankheiten, wie z. B. dem "Kaffeerost" (Pilzkrankheit) vorgebeugt werden kann. Gedüngt wird mit selbsthergestelltem Kompost, wobei das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen mitgenutzt wird. Nach der Umstellung auf biologischen Landbau kann der Ertrag pro Hektar durch die sorgfältigere Pflege und den Verzicht auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel oftmals ansteigen, wenn sich Boden und Pflanzen erholt haben.