Kakao

Kakaobaum/Dieter Schütz_pixelio.de

Die Heimat des Kakaobaumes ist der tropische Regenwald in Brasilien und in Venezuela. Die Kakaopflanze war vermutlich schon den Ureinwohnern Mittelamerikas in der Gegend um Mexiko bekannt. Maya und Azteken nutzten die Kakaobohne als Nahrungsmittel sowie als Heil- und Genussmittel, z. B. gegen Angstzustände, Müdigkeit und Depressionen. Die Maya nannten nannten das Getränk "Xocoatl", worauf der Begriff Schokolade zurückgeht. In der Sprache der Azteken wurde es als "Cacahuatl"= Kakaowasser bezeichnet. Sie verfeinerten es mit Chilis oder schwarzem Pfeffer und Vanille und süßten mit Honig. Kolumbus lernte Ende des 15. Jahrhunderts als erster Europäer die Frucht des Kakaobaumes kennen.

Kakaogetränk_by_Andrea Kusajda_pixelio.de
Die Verbreitung des Kakaos

Um 1520 brachte der Eroberer Hernando Cortez die Kakaobohnen nach Europa an den spanischen Hof und entwickelte sich dort zum bevorzugten Getränk. Kakao galt als Symbol von Reichtum, denn sein Handelswert lag um einiges höher als der von Tee oder Kaffee. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden Schokoladenstuben und auch das Volk kam in den Genuss des Schokoladengetränks. Mit steigendem Kakaoverbrauch wurde der Kakaoanbau in den Kolonien ausgebaut. In Mittel- und Südamerika, auf Sri Lanka, Indonesien, Neuguinea und den Philippinen wurden große Plantagen angelegt. In Afrika wurde mit dem Kakao-Anbau in größerem Umfang erst Ende des 19. Jahrhunderts begonnen. Vor allem in West- und Zentralafrika entwickelte sich der Kakao-Anbau stark weiter. Heute stammen mehr als 50 Prozent der Weltptoduktion an Kakao aus Westafrika. Ungefähr 40 Prozent der weltweiten Kakaoproduktion wird in der EU gemahlen und konsumiert.

Foto oben: © Dieter Schütz / PIXELIO

Foto unten: © Andrea Kusajda / PIXELIO

Kakao

Die Kakaopflanze