Die Kakaopflanze

 

Kakaobaum mit roter Frucht_by_tokamuwi_pixelio.de

Botanisch heißt Kakao Theobroma cacao (= Nahrung der Götter). Der Kakaobaum ist ein immergrüner Baum im tropischen Regenwald, der 8-10 Meter, zum Teil bis zu 15 m hoch wird. Im Verhältnis zu anderen Bäumen im Regenwald ist er eher klein und daher eine typische Schattenpflanze. In Kultur wird er durch Beschnitt niedriger gehalten. Die Äste des Baumes stehen horizontal ab und breiten sich etagenförmig aus. Die Blätter an den Ästen sind bis 30 cm lang, oval und am Ende zugespitzt. Sie sind dafür ausgelegt, möglichst viel Sonnenlicht aufzunehmen. Der Baum trägt kleine gelbliche Blüten, die kaum einen Zentimeter groß sind und in Büscheln das ganze Jahr hindurch am Stamm entstehen. Daher kann der Kakaobaum gleichzeitig blühen und Früchte tragen.

Die gurkenförmigen Kakaofrüchte wachsen am Stamm und an den stärkeren Seitenästen. Sie sind 15 - 20 cm lang, ihr Fruchtfleisch ist süß und sie enthalten die fett- und eiweißreichen Samen, die den Rohkakao liefern. Die Kakaosamen (Kakaobohnen) selbst sind sehr bitter. Sie  müssen optimal mit Nährstoffreserven ausgestattet sein, um in der schattigen Umgebung bei sehr wenig Licht keimen zu können. Daher brauchen sie reichlich Nährstoffe als Reserve, die die junge Pflanze nutzt bis sie groß genug ist, ihren Nährstoffbedarf mithilfe von Licht zu decken. Für den herben und bitteren Geschmack sorgen Gerbstoffe und die Alkaloide Theobromin und Koffein. Sie sind für Fraß-Insekten giftig und bieten daher Schutz.

Kakaofrucht/Helene Souza_pixelio.de

Sorten der Kakaopflanze
Innerhalb der Art Theobroma cacao gibt es zahlreiche Sorten. Es werden die beiden zwei Grund-Formen Criollos und Forastero unterschieden, die auch für den Anbau wichtig sind. Criollos (Kreolenkakao) trägt gelbrote, gefleckte, länglich spitze Früchte mit warziger und tief gefurchter Oberfläche und einer dünnen und weichen Fruchtschale. Eine Frucht enthält 20 - 40 Samen, die einen feinen und säurearmen Kakao liefern. Criollos liefern niedrige Erträge. Forastero (Fremdlingskakao) hat eine grüngelbe, ovale Frucht mit einer glatten und flachen Oberfläche und einer festen und zähen Fruchtschale. Eine Frucht enthält 30 - 60 Samen, die sehr dunkel und eher bitter sind. Forasteros liefern hohe Erträge. Die heutigen Sorten sind meistens Kreuzungsprodukten aus beiden Grundformen wie z. B. die Sorte Trinitarios, die für den Anbau ebenfalls von Bedeutung ist. Sie vereint die positiven Eigenschaften und liefert einen hohen Ertrag. Die Bohnen ergeben einen Kakao mit feinem, edlen Aroma.

Foto oben: © tokamuwi / PIXELIO

Foto unten: © Helene Souza / PIXELIO