Häufige Fragen

Was bedeuten Bezeichnungen wie FOP und GFOP auf der Teepackung?
Wie wirken grüner und schwarzer Tee?
Welche Wirkungen hat Maté-Tee?
Ist Rooisbos-Tee gesund?
Wie wirkt Koffein?
Ist Kaffee gesundheitsschädlich?
Welche Wirkungen hat Kakao?
Wann und von wem wurden entöltes Kakaopulver und Milchschokolade erfunden?
Macht Schokolade glücklich?
Wie wirkt Guarana?
Enthält Bio-Schokolade auch Fremdfette?

Was bedeuten Bezeichnungen wie FOP und GFOP auf der Teepackung?
Diese Kürzel bezeichnen die Blattqualitäten und damit die Qualitätsstufen des Tees. Die Blattqualitäten unterscheiden sich im Alter der Blätter. Die Sortierung erfolgt nach den Anteilen der Blattknospen, der jüngsten Blätter und der Blattspitzen. Je länger diese Abkürzungen sind, desto höher ist die Qualitätsstufe des Tees.

Die Sortierungen für Blatt-Tees:

  • Orange Pekoe (OP): enthält die Blattknospe, das erste und zweite Blatt
  • Flowery Orange Pekoe (FOP): besteht nur aus der Blattknospe und dem ersten Blatt
  • Golden Flowery Orange Pekoe (GFOP): Tee, der Blattspitzen (tips) von besonders feiner Qualität enthält
  • Tippy Golden Flowery Orange Pekoe: Tee, der einen besonders hohen Anteil an ausgesuchten Blattspitzen hat
  • Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe: ein Tee der Spitzenklasse der besten Qualität an Blattspitzen
  • Special Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe: die höchste Qualitätsstufe bei Blatt-Tees aus Darjeeling

Die Sortierungen für Broken-Tees, die aus zerkleinerten Blättern bestehen:

  • Broken Orange Pekoe (BOP): aus kurzen Stücken der ersten und zweiten Teeblätter, ist die Hauptsortierung der Broken-Tees, meist kräftig im Geschmack
  • Flowery Broken Orange Pekoe (FBOP): hochwertiger, aromatischer Broken-Tee
  • Fannings und Dust sind mittelfein und fein zerkleinerte Teeblätter, die vor allem in Aufgussbeuteln verwendet werden.

Wie wirken grüner und schwarzer Tee?
Die anregende Wirkung ist auf den Koffeingehalt zurückzuführen. Koffein hat eine konzentrationsfördernde und leistungssteigernde Wirkung. In einer Tasse Grün- oder Schwarztee ist etwa halb soviel Koffein enthalten wie in einer Tasse Kaffee. Auch die Wirkung des Koffeins ist anders. Im grünen Tee liegt das Koffein vor allem an Polyphenole gebunden vor, aus denen das Koffein im Körper sehr langsam freigesetzt wird. Daher ist die aufmunternde Wirkung sanfter als beim Kaffee und von längerer Dauer. Bei der Fermentation zu schwarzem Tee wird das Koffein zum Teil freigesetzt, so dass es aus schwarzem Tee schneller in den Körper aufgenommen werden kann. Daher wirkt schwarzer Tee stärker anregend als grüner Tee. Insgesamt ist die Wirkung jedoch trotzdem sanfter als beim Kaffee, bei dem der überwiegende Teil des Koffeins in freier Form vorliegt.

In der chinesische Naturheilkunde und in Japan sind zahlreiche vorbeugende und heilende Wirkungen von grünem Tee schon seit Jahrhunderten bekannt. Bei uns wurden diese Wirkungen erst im 20. Jahrhundert erkannt. Zurzeit werden sie mit wissenschaftlichen Methoden erforscht. Die gesundheitsfördernden Wirkungen werden den Polyphenolen und hier besonders den Catechinen zugeschrieben. Sie sollen eine Schutzwirkung vor Krebserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen Karies und Hautalterung haben. Polyphenole können aggressive freie Radikale abfangen und somit die Zellen vor deren Angriffen schützen. Damit verhindern sie Reaktionen, die zur Bildung von Tumorzellen führen. Catechine verändern einen Bestandteil des Cholesterins im Blut, das LDL-Cholesterin und verhindern so dessen Ablagerung an den Gefäßwänden. Tee ist relativ reich an Fluorid, Polyphenole wirken zudem antibakteriell. Daher ist eine kariesvorbeugende Wirkung möglich. Die Polyphenole können aggressive Radikale abfangen, die die Hautzellen schädigen und dem Alterungsprozess entgegenwirken. Gegenstand der medizinischen Forschung ist besonders das Epigallocatechin. Zu klären sind u. a. die für die Schutzwirkungen notwendigen Mengen. Tee ist jedoch ein Genuss- und kein Heilmittel. Daher ist er eine Ergänzung, aber kein Ersatz für eine gesunde Lebensweise und Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse.

Welche Wirkungen hat Maté-Tee?
Die anregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem ist sanft und lang anhaltend, weil das Koffein aus den Gerbstoffen nur langsam freigesetzt wird. Maté-Tee fördert die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, wirkt vitalisierend, verbessert die Stimmung, steigert kurzfristig den Blutdruck an und fördert die Verdauung.

Ist Rooisbos-Tee gesund?
Ihm werden eine Reihe von medizinischen Wirkungen zugesprochen, für die es zurzeit keine gesicherten Nachweise gibt. Bisher gibt es kaum Daten über eine klinisch geprüfte, medizinische Anwendung des Tees. In der südafrikanischen Volksmedizin wird er mit einer Reihe von gesundheitsfördernden und heilenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Als sehr magenfreundlicher Tee soll er bei Magen- und Darmbeschwerden, Schlaflosigkeit, allergischen Erkrankungen, Entzündungen und Hauterkrankungen helfen. Den enthaltenen Polyphenolen werden antioxidative Eigenschaften und damit gewisse Schutzwirkungen vor Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen zugesprochen. Bisher ist noch ungeklärt, ob die enthaltenen Mengen für eine antioxidative Wirkung verantwortlich gemacht werden können.

Wie wirkt Koffein?
Koffein wirkt anregend auf das zentrale Nervensystem, steigert die Herztätigkeit, erhöht leicht den Blutdruck, sorgt daher für eine verbesserte Konzentration und Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus hebt es die Stimmung, regt die Verdauung und führt zu vermehrter Flüssigkeitsabgabe über die Nieren sowie vermehrten Mineralstoffverlusten. Die positive Wirkung auf die Stimmung kommt daher, dass Koffein den Serotoninspiegel im Gehirn hebt. Dieser Überträger-Stoff im Nervensystem sorgt für Wohlbefinden und für gute Laune. Für Hinweise auf antioxidative Wirkungen der im Kaffee enthaltenen Säuren stehen noch Untersuchungen aus.

Wie stark das Koffein wirkt, ist individuell unterschiedlich und von Faktoren wie Körpergewicht und Alter abhängig. Daneben ist die individuelle Stoffwechselaktivität entscheidend dafür, wie schnell das Koffein in den Blutsrom gelangt und wie lange es dort verbleibt. Die Zeit, bis die Hälfte des im Blut vorhandenen Koffeins abgebaut wird, beträgt üblicherweise 3 - 5 Stunden, kann aber vereinzelt auch bis zu 12 Stunden dauern. Die Wirkung des Koffeins macht sich etwa nach 30 Minuten bemerkbar, nach einer Stunde ist die maximale Konzentration im Blut erreicht. Die anregende Wirkung einer Tasse Kaffee ist nicht durch eine größere Menge weiter steigerbar, die Effekte können sich schnell ins Gegenteil verkehren. Erst nach 2-3 Stunden lässt sich die Wirkung des Koffeins auffrischen. Bei übermäßigem Koffein-Konsum kann es zu Konzentrationsstörungen, Gedankenflucht, Nervosität und Fahrigkeit kommen. Auch Herzklopfen und Schlaflosigkeit treten auf.

Bei Überdosierungen durch Aufnahme von 500 - 1.000 mg Koffein, das sind etwa 5 - 10 Tassen starken Kaffees bzw. 0,75 - 1,5 Liter direkt hintereinander getrunken, kommt es zu Herzrasen, Bluthochdruck, Zittrigkeit, Fahrigkeit, schlaflosen Nächten, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Magenschmerzen und Durchfall. Der regelmäßige Konsum einer etwa gleichbleibenden Menge Kaffee kann zu einer Gewöhnung führen, d. h. der Körper gewöhnt sich an die Koffeinmengen und die anregende Wirkung fällt schwächer aus. Die Gefahr einer Überdosierung besteht, wenn versucht wird, mit steigenden Mengen die Wirkung zu steigern.

Wenn starke oder langjährige Kaffeetrinker auf ihre gewohnten Kaffeemengen verzichten, kann es durch den Koffein-Entzug zu Symptomen wie u. a. Kopfschmerzen und Depressionen führen, die jedoch nach einigen Tagen wieder verschwinden.

Ist Kaffee gesundheitschädlich?
Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass ein Kaffeekonsum in üblichen Mengen (etwa 4 Tassen am Tag) für gesunde Erwachsene gesundheitliche Risken birgt. Die Blutdrucksteigerungen nach Kaffeegenuss liegen bei 10 - 20 mm Hg (Quecksilbersäule). Der Blutdruck sinkt wieder, wenn die Wirkung des Kaffees nachlässt. Außerdem tritt ein Gewöhnungseffekt ein, bei regelmäßigem Kaffeegenuss ist nach wenigen Tagen keine Blutdrucksteigerung mehr zu beobachten. Eine cholesterinsteigernde Wirkung ist nicht bei gefiltertem, sondern nur bei gekochtem Kaffee zu beobachten. Der verantwortliche Stoff wird im Filterpapier zurückgehalten. Der Anstieg der Cholesterinwerte beträgt etwa 5 % bei 5 Tassen ungefiltertem Kaffee pro Tag. Personen mit erhöhten Harnsäurewerten müssen nicht gänzlich auf Kaffee verzichten, der Puringehalt liegt unter 1 mg pro Tasse (150 ml, 8 g Kaffeepulver). Der Homocysteinspiegel als ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen kann durch täglichen Kaffeekonsum von einem Liter bei gefiltertem und ungefiltertem Kaffee ansteigen und daher möglicherweise das Risiko für diese Erkrankungen erhöhen. Abschließende, eindeutige Untersuchungen dazu stehen noch aus.

Empfehlungen

  • Ein moderater Konsum von 3-5 Tassen Kaffee am Tag ist bei gesunden Menschen unbedenklich, die Koffeinmenge, die dabei im Durchschnitt aufgenommen wird, liegt etwa bei 300 mg.
  • Schwangeren und Stillenden wird empfohlen, ihren Koffeinkonsum auf 1-2 Tassen pro Tag einzuschränken. Dem Fötus und dem Säugling fehlt noch das Enzym, mit dem das Koffein abgebaut wird, daher sind sie besonders empfindlich und die Wirkung ist sehr stark.
  • Menschen mit einem empfindlichen Magen, Herzrhythmusstörungen, Überfunktionen der Schilddrüse und bei Schlafstörungen sollten Kaffee am besten meiden.
  • Zu jeder Tasse Kaffee sollte man die gleiche Menge Wasser trinken, um die vermehrte Flüssigkeitsausscheidung auszugleichen.

Welche Wirkungen hat Kakao?
Die anregende Wirkung des Kakaos und der Schokolade beruht auf Koffein und dem Inhalltstoff Theobromin, das mit dem Koffein verwandt ist. Auch die Kakaoschalen, die für Teeaufgüsse verwendet werden, enthalten eine geringe Menge Theobromin. Theobromin regt das zentrale Nervensystem an, allerdings nicht so stark wie sein Verwandter, das Koffein. Es erweitert außerdem die Blutgefäße. Zum Vergleich: um den Koffeingehalt einer Tasse Kaffee zu sich zu nehmen, müsste man eine ganze Tafel Halbbitterschokolade essen.

Daneben haben die Gerbstoffe (Polyphenole), die für den herben Geschmack des Kakaos verantwortlich sind, als so genannte sekundäre Pflanzenstoffe positive Eigenschaften. Sie wirken antioxidativ, d. h. sie können aggressive freie Radikale abfangen und haben somit eine Schutzwirkung im Körper und sind entzündungshemmend. Polyphenole können daher z. B. verhindern, dass sich Cholesterin an den Gefäßwänden ablagert. Sie unterbinden die Oxidation der Cholesterin-Fraktion LDL im Blut. Nur oxidiertes LDL kann zu Fett-Ablagerungen an den Gefäßwänden und zu einer Arteriosklerose führen. Ob die Polyphenole in Schokolade tatsächlich eine vorbeugende Wirkung vor Herz-Kreislauferkrankungen haben, ist noch offen und wird derzeit erforscht. Fest steht: bei ihrem hohen Fett-, Kalorien- und Zuckergehalt ist Schokolade ein Genuss- und kein Arzneimittel.

Wann und von wem wurde entöltes Kakaopulver und Milchschokolade erfunden?
Der Erfolg des Kakaos und seiner Produkte führte zur Entstehung einer Industrie in den Ländern, die Kakaobohnen importierten. 1828 entwickelte der holländische Chemiker van Houten eine hydraulische Presse, mit der dem Kakaopulver Fett entzogen wurde, so dass fettärmeres und feineres Pulver zur Verfügung stand. Es ließ sich besser mit Wasser mischen und verbesserte die Qualität der Kakaogetränke. 1847 wurde in England von der Firma Fry & Sons (Bristol) die erste Tafelschokolade hergestellt. Sie war ein sensationeller Verkaufserfolg, der anfangs nur in Apotheken erhältlich war, weil Schokolade als Medizin galt.

Die Milchschokolade ist eine schweizerische Erfindung: 1867 erfand Henri Nestlé die Kondensmilch. Er schuf damit die Vorraussetzung für die Erfindung der erfolgreichsten Schokoladensorte: Daniel Peter mischte 1875 Schokoladenmasse und Kondensmilch zu Milchschokolade. Peter arbeitete in der Schokoladenfabrik von Francois-Louis Cailler, einem der Schokoladenpioniere der Schweiz. Rodolphe Lindt entwickelte 1879 die Schmelzschokolade, die ihr Aroma und den feinen Schmelz durch das von ihm erfundene Verfahren, das Conchieren, erhielt. Dabei wird die Schokoladenmasse in einem mit Walzen ausgestatteten Rührbehälter, der so genannten Conche (abgeleitet von concha = Muschel), durchgeknetet. Die Schokolade bekommt eine weiche Konsistenz und unangenehme Geruchs- und Aromakomponenten verflüchtigen sich. Das Verfahren wird seitdem überall zur Herstellung von Schokolade verwendet.

Macht Schokolade glücklich?
Schokolade sorgt für eine Freisetzung von Serotonin im Gehirn. Dieser Stoff wird aus der Weiweißverbindung Tryptophan gebildet, die in Schokolade enthalten ist. Serotonin verbessert unsere Stimmung. Allerdings haben andere Lebensmittel wie Bananen, Erdbeeren oder Vollkornprodukte einen ähnlichen Effekt. Jedoch scheint bei dem positiven Einfluss von Schokolade auf unsere Psyche der Genuss und Geschmack sowie die Verbindung von angenehmen Erlebnissen und das Bewusstsein, sich etwas besonderes zu gönnen, die größere Rolle zu spielen als die Serotoninproduktion.  

Wie wirkt Guarana?
Guarana hat durch die langsame Freisetzung des Koffeins eine mild anregende, erfrischende Wirkung, die über einen längeren Zeitraum anhält. Es wirkt vitalisierend, verbessert Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, hellt die Stimmung auf und dämpft das Hungergefühl. Viele Menschen berichten von einer besseren Verträglichkeit im Vergleich zu Kaffee. Bei Überdosierung sind dieselben Symptome wie bei Kaffee zu beobachten: u. a. Reizbarkeit, Schlafstörungen und Herzrasen.

Enthält Bio-Schokolade auch Fremdfette?
Für Bio-Schokoladen werden keine Fremdfette, wie Palmkernöl oder Mango-Kernöl verwendet. Auch der Emulgator Lecithin wird nur eingeschränkt verwendet. Lecithin, das gentechnisch veränderten Organismen stammt, ist für Bio-Schokolade verboten.