TransFair-Siegel
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Gefördert werden beim Fairen Handel gezielt Kleinbauern, die sich in Genossenschaften organisiert haben. Damit Tee, Kaffee, Kakao und Kakaoprodukte das TransFair-Siegel erhalten, müssen festgelegte Bestimmungen erfüllt werden. So dürfen die Rohstoffe nur bei Produzentenorganisationen gekauft werden, die in einem Produzentenregister verzeichnet sind. In das Produzentenregister können Genossenschaften und Plantagen aufgenommen werden, die Landarbeiterinnen und Landarbeiter in Dauerstellung beschäftigen und weitere soziale und ökologische Anforderungen erfüllen.
Genossenschaften und Plantagenbesitzer verpflichten sich soziale, arbeitsrechtliche und ökologische Mindeststandards einzuhalten. Dazu gehören u. a. eine demokratische Struktur, Abschaffung von Kinderarbeit, das Recht auf sichere und gesundheitlich unbedenkliche Arbeitsbedingungen, das Vermeiden jeglicher Diskriminierung, die langsame Umstellung auf ökologische Anbaumethoden, integrierter Pflanzenbau und Durchführung ökologischer Fortbildungsprogramme. Die Genossenschaften müssen darüber hinaus politisch unabhängig sein und ihre Mitglieder überwiegend aus kleinbäuerlichen Familienbetrieben stammen. Die Mitglieder werden an allen wichtigen Entscheidungen direkt beteiligt, besonders bei der Frage nach der Verwendung der Mehreinnahmen aus dem Fairen Handel.
Bei Kaufverträgen gelten festgelegte Mindestpreise, die Handelsbeziehungen sollen langfristig angelegt werden. Der Mindestpreis liegt über dem Weltmarktpreis, damit die Produzenten nicht mehr von den starken Marktschwankungen abhängig sind. Für Bio-Produkte werden Aufschläge gezahlt. Ziel ist, dass die Kleinbauern in den Genossenschaften stets bessere Preise als am konventionellen Markt erhalten. Hersteller und Händler zahlen als Lizenznehmer eine Lizenzgebühr an TransFair e. V. und werden von TransFair mit Marketingmaßnahmen für das Siegel unterstützt, um die Bekanntheit und den Absatz zu erhöhen.
Die Bewertung des TransFair-Siegels auf Label-online finden Sie hier.








