Gesundheitliche Probleme: Allergien

Nüsse schmecken gut und haben viele positive Bestandteile. Doch kann der Genuss von Nüssen bei Allergikern geradezu verheerende Folgen haben.

Erdnüsse, Haselnüsse und Walnüsse zählen zu den gefährlichsten Auslösern von starken allergischen Reaktionen. Geschätzt wird, dass rund zwei Prozent der Bevölkerung an einer Erdnussallergie leidet. Schon geringste Mengen können dann ausreichen, um eine allergische Reaktion auszulösen. Die kann von tränenden Augen, Kopfschmerzen oder Juckreiz in Nase und auf der Haut über Übelkeit, Atembeschwerden und Magenkrämpfen bis zu einem lebensbedrohlichen Schock reichen. Meist treten Allergien unmittelbar nach dem Verzehr der problematischen Lebensmittel auf. Einige allergische Reaktionen erfolgen aber erst nach Stunden oder Tagen.

Auf Zutaten achten

Beim Kauf von verpackten Lebensmitteln müssen Allergiker daher auf die Zutatenliste achten. Dort müssen Nüsse und Nussprodukte als Zutat aufgeführt sein, unter anderem in den Bezeichnungen Baumnüsse, Nussöl, Nussrohmasse, Nusszubereitung, Krokant, Marzipan, Schalenfrüchte oder Nougat.

Achten Sie auch auf die Formulierung „Kann Spuren von Schalenfrüchten enthalten“. Das bedeutet, dass das Produkt eigentlich nicht Nussbestandteile haben sollte, aber vom Hersteller auf Maschinen erzeugt wird, auf denen in anderen Arbeitsgängen auch Nüsse verarbeitet werden. Diese Angaben werden vom Hersteller freiwillig gemacht. Sie sind nicht verpflichtend, aber mit solchen Angaben wollen sich die Hersteller gegen eventuelle Haftungsansprüche absichern.

Kennzeichnungspflicht

Die Allergenkennzeichnung ist derzeit nur für verpackte Lebensmittel verpflichtend. Ab Ende 2014 muss gemäß der neuen EU-Lebensmittelinformationsverordnung auch bei unverpackten Waren über Allergene informiert werden.