Nüsse und Schimmelpilze

Bereits am Baum, aber vor allem bei Transport und Lagerung können Nüsse von Schimmelpilzen befallen werden. Unhygienische Bedingungen, bei denen zu viel Feuchtigkeit im Spiel ist, fördern diesen Prozess. Schimmelpilze produzieren hochgiftige Stoffe, wie beispielsweise Aflatoxin oder Ochratoxin A. Diese stehen unter anderem im Verdacht, Organe zu schädigen, die Fortpflanzungsfähigkeit zu beieinträchtigen und krebserzeugend zu sein.

Das Problem ist, dass Schimmelpilze mit dem Auge und auch an Geruch und Geschmack oft nicht zu erkennen sind. Innerhalb einer Lieferung von Nüssen können die Schimmelpilze zudem unregelmäßig verteilt sein, so dass einige Nüsse stark und andere überhaupt nicht belastet sein können.


Höchstwerte und Kontrollen


Die EU hat 2006 eine Verordnung über die Verfahren zur Probeentnahme erlassen, um den Gehalt von Schimmelpilzen in Lebensmitteln zu analysieren. Gleichzeitig wurden Höchstwerte für den Gehalt an Mykotoxinen, also Schimmelpilzgiften, festgelegt.

Für einzelne Nussarten aus bestimmten Ländern außerhalb der EU sind Einfuhrkontrollen vorgeschrieben, etwa für Haselnüsse aus Aserbaidschan und der Türkei, Erdnüsse aus China und Ägypten und Paranüsse aus Brasilien. Verordnungen legen fest, wann und wie häufig die Kontrollen stattfinden müssen. Untersuchungen des Lebensmittel- und Veterinärinstituts des Landes Niedersachsen haben ergeben, dass die Belastung mit Aflatoxinen in den vergangenen Jahren rückläufig war. Auch ein Stichprobentest der Stiftung Warentest führte 2009 zu dem Schluss, dass die Einfuhrkontrollen offensichtlich funktionieren.


Auf die eigenen Sinne achten


Verbraucher sollten keinesfalls überlagerte, muffig riechende und offensichtlich schimmelige Nüsse und Nussprodukte verzehren, auch nicht, wenn sie gekocht oder gebacken wurden. Wenn eine Nuss merkwürdig und ranzig schmeckt, sollten sie sie lieber wieder ausspucken. Auch Verfärbungen sollten ernst genommen und die entsprechenden Nüsse weggeworfen werden. Nüsse sollten kühl und trocken gelagert werden. Gekühlt und ungeöffnet sind sie bis zu sechs Monate und in der Gefriertruhe bis zu einem Jahr haltbar.