Mandeln

Mandeln sind die Steinfrüchte des Mandelbaums, der heute vor allem in den USA (Kalifornien), im Mittelmeerraum, in Pakistan und im Iran angebaut wird. Der Weltmarktanteil der USA beträgt nahezu 85 Prozent. Mandeln sind keine Nüsse, sondern das nährstoffhaltige Fleisch der Pflanzenkeimlinge, das sich unter einer harten Schale befindet.

Mandeln enthalten das hochwertige Mandelöl, das als Pflanzenöl für Lebensmittel sowie für Kosmetika verwendet wird. Außerdem enthalten sie viele Vitamine, Mineralstoffe und Fette. In Maßen genossen, kann durch den Verzehr von Mandeln – wie bei den meisten Nüssen – die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt werden. Mandeln sind der unverzichtbare Rohstoff für die Herstellung von Marzipan, werden als Zutat für Backwaren geschätzt und in der Winterzeit gern auch als gebrannte Mandeln verzehrt.

Doch Mandeln sind nicht gleich Mandeln. Man muss zwischen süßen und bitteren Mandeln unterscheiden. Bittere Mandeln sind nicht dazu geeignet, roh gegessen zu werden, weil sie eine Vorstufe der giftigen Blausäure enthalten. Sie werden zu Herstellung von Aroma genutzt. Aus blanchierten, entbitterten Mandeln wird Persipan hergestellt. Es schmeckt ähnlich wie Marzipan, darf aber mehr Feuchtigkeit und Süßungsmittel enthalten.

Wie bei zahlreichen anderen Nussarten besteht auch bei Mandeln die Gefahr von Schimmelpilzbildung. Achten Sie beim Verzehr von geschälten Mandeln auf den Geschmack – wenn der ranzig oder muffig ist, sollten Sie die Mandeln ausspucken und wegwerfen.

Über Umweltprobleme beim Mandelanbau lesen Sie in der Rubrik Nüsse und Umwelt.