Paranüsse

Die in länglichen, harten Kapseln steckende Paranuss ist mit ihrem leicht süßen, mandelartigen Geschmack ein Klassiker bei den Nüssen zur Winter- und Weihnachtszeit, obwohl sie erst im (hiesigen) Spätwinter geerntet und ganzjährig verkauft werden. Die Nüsse wachsen im südamerikanischen Regenwald auf den bis zu 60 Meter hoch ragenden Paranussbäumen. Sie sind in den Früchten des Baumes enthalten, bis zu 16 Nüsse pro Frucht. Diese müssen im Regenwald aufgesammelt werden, weil es bislang nicht gelang, die Bäume zu kultivieren.


Achtung Schimmelpilze


Ein Problem bei Paranüssen ist, dass sie sehr empfindlich für den Befall von Schimmelpilzen sind. 2003 wurden bei Importen in die EU sehr hohe Werte des Schimmelpilzgiftes Aflatoxin gemessen. Daraufhin erließ die EU ein Importverbot für Paranüsse aus Brasilien, was den Handel mit den Nüssen vorübergehend einbrechen ließ. Die Einfuhrbeschränkungen sind wieder aufgehoben worden, dafür werden die Nüsse jetzt in den Export- und Importländern streng kontrolliert. Experten raten jedoch, beim Verzehr von Paranüssen – geschälten wie nicht geschälten – Vorsicht walten zu lassen. Wenn sie bitter oder ranzig schmecken, sollten sie weggeworfen werden. Ebenso sollte man Paranüsse nach dem Kauf nicht zu lange lagern und geöffnete Packungen zügig verzehren.

Paranüsse gelten als der größte natürliche Lieferant von Selen, einem Spurenelement, das bei der Abwehr von freien Radikalen mitwirkt, die die Zellmembranen schädigen können. Daneben enthalten Paranüsse neben viel Eiweiß auch Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Phosphor und Zink. Nicht zu vernachlässigen ist der hohe Fettgehalt – 100 Gramm Paranüsse enthalten 67 Gramm Fett und satte 660 Kilokalorien.