Pistazien

Pistazien sind Steinfrüchte, die vor allem in Griechenland, der Türkei (Provinz Gaziantep), dem Iran und in Kalifornien angebaut und geerntet werden. Sie werden zumeist als gerösteter und gesalzener Snack verkauft, finden sich als Zutaten aber auch in Wurst, zum Beispiel Mortadella, und Süßwaren.

Pistazien enthalten viele wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken und gut für Herz und Kreislauf sind. Daneben finden sich viele Ballaststoffe und Antioxidantien. Dass Pistazien aber ideale Snacks für Menschen sind, die abnehmen möchten – eine Aussage, die in der Werbung ebenso oft anzutreffen ist wie in Internetforen –, ist eher mit Vorsicht zu genießen. Immerhin enthalten 100 Gramm Pistazien gut 600 Kilokalorien – und liegen bei den Nuss- und Steinfrüchten damit im oberen Bereich. Das Argument, dass man durch das Öffnen und Schälen der Pistazien weniger zu sich nimmt als bei bereits geschälten Nüssen, hinkt. Auch eine geöffnete Pistazientüte kann jenen ominösen Sogeffekt erzielen, der erst dann befriedigt ist, wenn die Tüte leer ist.

Probleme mit Schimmelpilzen gibt es auch bei Pistazien. Lange Zeit wiesen Pistazien vor allem aus dem Iran auffällig hohe Werte des Schimmelpilzgiftes Aflatoxin auf. Die EU hat Höchstwerte für die Belastung von Pistazien mit Aflatoxinen und anderen Schimmelpilzen festgelegt und überwacht die Einhaltung der Werte durch Proben. In den letzten Jahren ist die Zahl der Beanstandungen stetig zurückgegangen. Sie sollten jedoch aufmerksam bleiben und alte, verfärbte und eventuell verschimmelte Pistazien wegwerfen.