Öko-Faire Alternativen

Bei vielen verarbeiteten Nussprodukten, wie Schokocreme oder Keksen, kommen die Nüsse aus Gegenden, in denen Kinderarbeit an der Tagesordnung ist. Die Aktion „Aktiv gegen Kinderhandel“ regt daher dazu an, bei den Herstellern von Produkten nach den Produktionsbedingungen nachzufragen. Dies könnte den Druck erhöhen, dass die Hersteller ihrerseits darauf drängen, dass Kinderarbeit eingedämmt wird und die Kinder ausreichend Schulbildung erhalten.


Nüsse mit Fairtrade-Label


Wer Haselnüsse pur kauft, kann auf das Fairtrade-Siegel achten. Damit ist sichergestellt, dass ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit in der entsprechenden Plantage verboten sind und dass ein Mindestlohn gezahlt wird.

In Fairtrade-Cashew-Plantagen müssen die Arbeiter Schutzkleidung tragen, um mit den giftigen Ölen in der Schale der Cashewnüsse nicht in Kontakt zu kommen. Die Bauern müssen außerdem aufgeklärt werden, wie sie sich am besten schützen können. Auch hier wird ein Mindestlohn gezahlt, der über dem sonst gezahlten Durchschnittpreis liegt.


Bio-Nüsse


Viele Nusssorten gibt es außerdem mit Bio-Label. Wie für alle Bio-Lebensmittel gilt auch für Bio-Nüsse, dass sie den Anforderungen der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau entsprechen müssen, damit sie zu Recht die Bezeichnung „Bio“ tragen dürfen. Als Kennzeichen darf das Produkt dann das Label „Bio nach EG-Öko-Verordnung“ mit dem grünen Blatt oder das grün-schwarze Sechseck des deutschen Bio-Zeichens tragen.

Die Verordnung regelt die Verwendung von Düngemitteln und Pestiziden, des Saatguts und auf welche Weise Bio-Produkte mit nichtökologischen Zutaten vermischt werden dürfen. In der Verordnung steht allerdings nicht, was die allgemeinen Regelungen konkret für den Anbau von Nüssen, Schalen- und Steinfrüchten bedeuten. Nach den Selbstangaben von Bio-Erzeugern gelten unter anderem aber die folgenden Prinzipien:

- Nussbäume werden nicht mit Kunstdünger, sondern mit Naturdünger wie etwa Kompost gedüngt.

- Keine chemisch-synthetischen Pestizide.

- Die Früchte der Bäume werden nicht vom Baum geschüttelt, sondern aufgelesen, nachdem sie im reifen Zustand zu Boden gefallen sind.

- Die geernteten Früchte werden an trockenen, luftigen Orten getrocknet und dabei regelmäßig gewendet.

- Die Nüsse werden dauerhaft in luftigen Netzen oder Stoffbeuteln gelagert.