Was sind Nüsse

Eine Nuss ist eine Nuss ist eine Nuss. Für Verbraucher ist die Sache ziemlich einfach. Doch Botaniker nehmen es naturgemäß etwas genauer.


„Echte“ Nüsse


Also: Nicht alles, was wir als Nüsse bezeichnen, kaufen und verzehren, sind im genauen Sinne Nüsse. Haselnüsse, Walnüsse oder Macadamianüsse heißen zu Recht so, wie sie heißen. Botanisch betrachtet sind sie nämlich Nussfrüchte, bei denen der Samen von einer holzartigen Schale eingehüllt ist. Nüsse fallen in der Schale vom Baum, weshalb man Nüsse auch zu den Schließfrüchten zählt. Zu diesen „echten“ Nüssen zählt neben Haselnuss, Macadamianuss und Walnuss auch die Esskastanie (Marone). Was wir dabei essen, ist der Samen der Frucht.


Hülsen- und Steinfrüchte


Die Erdnuss ist hingegen eine Hülsenfrucht und daher mit Erbsen und Bohnen verwandt. Pistazien und Pekannüsse sind Steinfrüchte und damit in einer Gruppe mit Pfirsichen, Pflaumen oder Oliven. Kennzeichen ist, dass nur die innere Fruchtwand verholzt ist. Hier essen wir also nicht den Samen, sondern den Kern.


Kapselfrüchte


Die Paranuss, die früher auf jedem Weihnachtsteller zu finden war, gehört weder zu den Nuss-, noch zu den Steinfrüchten, sondern ist eine Kapselfrucht. Auch hier ist das Fruchtfleisch verholzt, darin befindet sich der Samen, den wir essen. Die „Nüsse“ wachsen in großen Fruchtkapseln am Baum.

Weil sie unter den Zähnen so schön knacken und im Supermarkt immer bei den Nüssen liegen, werden oft auch Pinienkerne zu den Nüssen gezählt. Pinienkerne wachsen in den Zapfen der im Mittelmeerraum weit verbreiteten Pinie, wobei wir den weichen Kern essen, nachdem die harte Schale entfernt wurde.