Geschichte der Orangen

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Die Orange ist ursprünglich aus einer Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse entstanden und eine sehr alte Kulturpflanze der Menschen. Im deutschsprachigen Raum werden Orangen auch Apfelsine genannt, was soviel wie „Chinaapfel“ oder „Apfel aus China“ bedeutet und die ursprüngliche Herkunft der saftigen Früchte verrät. In China wurden Orangenbäume schon vor mehr als 4000 Jahren angebaut. Inzwischen ist aber auch die Englische und Französische Bezeichnung „orange“ im Deutschen weit verbreitet.

Im alten China waren Orangen allerdings noch nicht zum Verzehr geeignet. Es handelte sich um Bitterorangen (Pomeranzen), die aufgrund ihres hohen Gehalts an Bitterstoffen ungenießbar waren. Sie wurden wegen der schönen Farbe ihrer Früchte und den wohlriechenden weißen Blüten vor allem zur Zierde und als Duftspender angepflanzt. Etwa 800 v. Chr. brachten Händler die Bitterorangen über Indien nach Babylonien (heute Irak), wo sie, der Legende nach, die hängenden Gärten der Semiramis geschmückt haben sollen.

Nach Europa gelangten die Bitterorangen erst zwischen dem 15. und dem 16. Jahrhundert. Vermutet wird, dass italienische und arabische Händler sowie portugiesische Seefahrer sie in die Mittelmeerländer mitbrachten, wo sie im mediterranen Klima gut wachsen konnten. Im Norden Europas war es für die immergrünen Bäume in freier Natur zu kühl. Hier wurden sie daher in den Orangerien von Schlössern kultiviert und dienten als fürstliches Statussymbol.

Christoph Columbus brachte 1493 die ersten Orangen nach Amerika. Erst durch weitere Züchtungen wurden aus ihnen die süßen Orangen, wie wir sie heute kennen.