Globaler Anbau von Orangen

Keine andere Zitrusfrucht wird häufiger angebaut als Orangen. Bei einem weltweiten Jahresdurchschnitt von 110 Millionen Tonnen Zitrusfrüchten (2002-2012) sind 66 Millionen Tonnen Orangen also weit mehr als die Hälfte.

Spitzenreiter im Orangenanbau ist Brasilien. Das größte Land Südamerikas kultiviert auf einer Fläche von insgesamt 729 Hektar vorrangig Saftorangen für die Herstellung von Orangensaft und -konzentrat. Weitere Orangenproduzenten von Weltrang sind die Mittelmeerländer (291 Hektar), die USA, Indien und China. Wobei letztere drei sich auf ihren jeweils nationalen Markt konzentrieren und keine großen Mengen exportieren.

Die immergrünen Bäume können über 100 Jahre alt werden und auch in diesem Alter noch Früchte tragen. Sie wachsen im sogenannten Zitrusgürtel der Erde, also in den Tropen und Subtropen sowie im Mittelmeerraum. Damit sie gut gedeihen brauchen sie warmes und frostfreies Wetter. Allerdings wirken etwas kühlere Temperaturen positiv auf die Qualität der Früchte, weshalb die hochwertigsten Tafelorangen aus den mediterranen Ländern stammen.

Neu gepflanzte Bäume geben erst nach 3 bis 5 Jahren Früchte. Je nach Sorte dauert die Reifezeit dann von 6 bis 18 Monate. Die Früchte werden bis zur vollen Reife am Baum gelassen, da sie nach der Ernte nicht mehr nachreifen können. Auch nach Erreichen der Reife ist es möglich, sie ohne Qualitätsverlust noch eine Zeit am Baum hängen zu lassen, während bereits neue Blüten entstehen. Damit die Orangen nicht gequetscht werden oder anderweitig Schaden nehmen, erfolgt die Ernte per Hand.