Verarbeitung und Handel

Der Weltmarkt produziert jährlich etwa 66 Mio. Tonnen Orangen im Schnitt und teilt sich hauptsächlich in zwei Bereiche. Zum einen in den Export von frischen Früchten zum anderen in den Handel mit Orangensaft und –konzentrat. Gefrorenes Konzentrat aus Orangensaft wird  seit  1966 als "Frozen Concentrated Orange Juice" (FCOJ) unter dem Handelssymbol "OJ" an der Warenterminbörse ICE Futures U.S. gehandelt. Welchen Preis eine Kiste Orangen auf dem Weltmarkt erzielt  ist vor allem abhängig vom Ernteerfolg und kann stark schwanken. Gibt es in guten Erntejahren zu viele Orangen, sinkt der Preis. Werden aber beispielsweise aufgrund von Unwettern schlechte Orangenerträge erwartet, steigt er.

Für die Produktion von Orangensaft und -konzentrat wird der weitaus größte Teil der Orangen-Welternte verbraucht. Die Mengen an Orangen, die als ganze Frucht ausgeführt werden, sind wesentlich geringer. Der weltweite Anteil liegt bei knapp 9 Prozent. Spitzenreiter im Orangen-Frischfrucht-Export sind Spanien, Südafrika und Ägypten.

Für die Herstellung von Orangensaftkonzentrat ist Brasilien globaler Marktführer. Wichtigster Abnehmer für Orangen und Orangensaftkonzentrat ist die Europäische Union. Allen voran Deutschland, die Niederlande und Frankreich.