Eines für alle: Das Regionalfenster

Seit Januar 2014 gibt es ein weiteres Zeichen für regionale Lebensmittel: Das Regionalfenster - vom Bundesverbraucherministerium höchstselbst ins Leben gerufen, drei Monate in fünf Regionen Deutschlands getestet und schließlich für gut befunden. Ohne modischen Grafik-Schnickschnack listet es nun standardisiert und übersichtlich auf, was an der Wurst tatsächlich „von hier“, wie weit die Konfitüre wirklich „aus der Heimat“ stammt. Es soll, so will es der Trägerverein Regionalfenster e.V., als zusätzliches Deklarationsfenster in der Nähe der Zutatenliste auftauchen und folgendes veranschaulichen:


Welche Region ist konkret gemeint?

Das Gebiet muss kleiner als Deutschland sein und nach allgemeinem Verständnis sowie deutlich abgrenzbar als Region gelten. Landkreis „Uckermark“ wäre demnach erlaubt, „aus der Heimat“ dagegen nicht.


Wie viel ist genau ist regional?

Die mengenmäßig wichtigste Hauptzutat und die Zutaten, die den Wert des Lebensmittels bestimmen, also beispielsweise im Namen enthalten sind oder auf der Packung hervorgehoben werden, müssen vollständig aus der angegebenen Region stammen. Diese regionalen Zutaten müssen zusammen in jedem Falle mehr als die Hälfte des Gesamtgewichts ausmachen.


Wo wurden die Zutaten verarbeitet?

Der genaue Ort wird mit Postleitzahl angegeben.


Herkunft der Vorstufen?

Wer will, darf zusätzlich angeben, woher Futtermittel, Jungtiere oder Saatgut stammten.
Das Regionalfenster ist freiwillig, die Hersteller entscheiden also selbst, ob sie ihren Kunden zusätzlich zur Werbung diese Klarstellung bieten. Das erlaubt Verbrauchern den direkten Vergleich und gibt ihnen das letzte Wort: Sie bestimmen mit ihrem Einkauf, was ihnen wirklich wichtig ist.

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