Markt und Handel

Mit etwa 120 kg Reis pro Kopf und Jahr ist der Verbrauch in Asien mit Abstand der höchste der Welt. Werden in China etwa 91 kg Reis pro Kopf und Jahr verzehrt, sind es in Lateinamerika und Westafrika etwa 40 kg. In Europa spielt Reis mit einem Verbrauch von durchschnittlich nur 10 kg Reis pro Kopf und Jahr eine eher untergeordnete Rolle. Dabei gibt es allerdings starke regionale Unterschiede. Während sich die Portugiesen jährlich über 15 kg Reis pro Person schmecken lassen, werden in Deutschland nur 3,3 kg pro Kopf und Jahr verbraucht.

Mit 90 % stammt der weit größte Teil der weltweiten Reis-Produktion nach wie vor aus den Anbaugebieten Asiens, vor allem aus China, Indien, Indonesien, Bangladesh, Vietnam, Myanmar, Thailand und Japan. Außerhalb Asiens sind Brasilien und die USA führend in der Reisproduktion und auch in Europa, insbesondere in Italien, Spanien, Portugal, Griechenland sowie in Frankreich und seinem Übersee-Departement Französisch-Guyana wird Reis angebaut.

Thailand, Vietnam, China, USA, Indien und Pakistan gehören zu den wichtigsten Reis-Exportnationen. Dabei produzieren sie gemessen an den international eingefahrenen Reisernten jedoch nicht immer auch die größten Mengen. So stammen etwa 29 % des weltweit exportierten Reises aus Thailand, dessen Anteil an der Weltproduktion von Reis jedoch nur bei etwa 4 % liegt. Auch die Vereinigten Staaten von Amerika haben im Vergleich zu ihrer Produktion einen hohen Anteil an der weltweit exportierten Menge. Im Gegensatz dazu erzeugt Indien etwa 20 % der weltweiten Reisernten, hat aber mit 6 % nur einen kleinen Anteil an den Exportmengen.

Die arabischen Staaten importieren Reis ebenso als wichtiges Grundnahrungsmittel wie einige asiatische Staaten. Auch afrikanische und europäische Staaten gehören zu den wichtigen Reis-Importeuren.

Der Weltmarkt für Reis ist sehr unbeständig. Die Preise sind abhängig von der Menge und der Qualität der jeweils zur Verfügung stehenden Mengen und schwanken stark. Der größte Teil der Ernten wird in den Erzeugerländern selbst verbraucht. Jedoch reicht die Produktion meist nur knapp für die Deckung des Eigenbedarfes aus. Fallen die Ernten, zum Beispiel infolge ungünstiger Witterungsverhältnisse, schwach aus, importieren auch die klassischen Exportländer Reis um den eigenen Bedarf zu decken.