Gentechnik in Süßigkeiten

Lebensmittel und Lebensmittelzutaten, die selbst gentechnisch verändert sind, aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bestehen oder GVO enthalten, müssen einen besonderen Hinweis auf der Verpackung tragen. Unter den vielen verschiedenen Zutaten, aus denen Süßigkeiten hergestellt werden können, könnte das vor allem Sojaöl, Maismehl, Maisstärke, Glucose-Fructose-Sirup aus Mais, modifizierte Stärke aus Mais sowie Sojalecithin (E 322) und Tocopherole aus Soja (E306 – 309) sein. Doch die deutschen Verbraucher lehnen Gentechnik im Essen in der Mehrzahl ab. Das haben sich auch die Süßwarenhersteller zu Herzen genommen und Rohstoffe aus gentechnisch veränderten Organismen oftmals aus ihren Rezepturen verbannt.

Eine GVO-Kennzeichnung werden Sie daher im Handel kaum finden können. Die Lebensmittelüberwachung der Länder prüft regelmäßig, ob diese (Nicht-)Kennzeichnung zuverlässig ist und kommt überwiegend zu dem Schluss, dass dem so ist. Doch gibt es Ausnahmen. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Produkte aus Soja (bis zu 25 Prozent der Produkte) und Mais (bis zu 6 Prozent) immer wieder GVO enthalten. Tierische Produkte wie Eier oder Milch sind von der Kennzeichnungspflicht gänzlich ausgenommen: Ob die Tiere, von denen diese Rohstoffe stammen, also gentechnisch veränderte Pflanzen gefressen haben, bleibt im Dunkeln.

Eine ganze Reihe von Zusatzstoffen wird darüber hinaus mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt – nicht immer, aber oftmals sind diese kleinen Helfer gentechnisch verändert, ohne dass sich dies auf der Zutatenliste der Lebensmittel wiederfinden müsste. Das gleiche gilt für Aromen und Enzyme, die ebenfalls breite Anwendung in der Lebensmittelindustrie finden. Nur Bio-Produzenten und jene, die die Kriterien des staatlichen Labels „ohne Gentechnik“ erfüllen, verpflichten sich dazu, soweit wie es heute technisch möglich ist, auf GVO in der Produktionskette zu verzichten.