Das Etikett

Das Weinrecht unterscheidet in vorgeschriebene und freiwillige Angaben. So müssen Sie auf jeden Fall auf dem Etikett lesen können, ob es sich um Tafelwein, Landwein, Qualitätswein aus besonderem Anbaugebiet oder einen Qualitätswein mit Prädikat handelt. (Mehr über die Güteklassen der Weine erfahren Sie hier.) Ein Blick aufs Etikett verrät Ihnen außerdem, wie viel Wein in der Flasche enthalten ist. Der Alkoholgehalt des Weines wird in Volumenprozent angegeben. Darüber hinaus finden Sie die amtliche Prüfnummer (AP-Nummer) auf allen Qualitätsweinen. Die Ziffern stehen für die Prüfstelle des Anbaugebietes, den Ort, den Betrieb und die Reihenfolge der Prüfungen im laufenden Jahr. Bei Tafelweinen finden Sie eine Losnummer, aus der der Abfüller des Weines ersichtlich wird. Ein Kürzel vor der Ortsangabe in der Adresse des Erzeugers oder Abfüllers, weist auf das jeweilige Land hin.

Dagegen sind die folgenden Angaben freiwillig und daher nicht auf jedem Wein zu finden: Jahrgang, Weinort und Lage, Rebsorte, ein möglicherweise vorhandenes Prädikat, eine Geschmacksangabe wie trocken oder lieblich, der Restzuckergehalt sowie Hinweise auf Auszeichnungen oder Herstellerzeichen.

Die Angabe "für Diabetiker geeignet - nur nach Befragen des Arztes" ist zulässig, für

  • Wein mit maximal 12 %vol, der höchstens 4 g Glucose pro Liter, höchstens 20 g Gesamtzucker pro Liter und höchstens 150 mg Schwefeldioxid enthält und
  • Sekt mit maximal 12 %vol, der maximal 4 g Glucose und 185 mg Schwefeldioxid enhält.

Steht auf einem Weinetikett dieser Hinweis für Diabetiker, so müssen auch der Gesamtzuckergehalt und der Brennwert pro Liter angegeben sein. Bei Sekt ist in diesem Fall eine Angabe über den Gehalt verdaulicher Kohlenhydrate auf dem Etikett vorgeschrieben.

Enthält der Wein mehr als 10 mg/l Schwefel bzw. Schwefeldioxid, so muss dies (allerdings ohne die genau enthaltene Menge) auf dem Etikett kenntlich gemacht werden.

Jede andere Angabe auf dem Etikett ist untersagt.
Angaben über den Gehalt an Ascorbinsäure oder Sorbinsäure werden Sie daher auf der Weinflasche vergeblich suchen. Weinfachhändler und Winzer können Ihnen aber darüber Auskunft erteilen. Auch Fragen zur Lagerung (Fass oder Edelstahltank) oder den zum Schönen eingesetzten Mitteln können Ihnen am besten die Fachverkäufer und Winzer beantworten.