Qualität

Wie ein Wein beschaffen ist, hängt von der Rebsorte, dem Boden, dem Klima, dem Mostgewicht und nicht zuletzt der Arbeit des Winzers in Weinberg und Weinkeller ab. Welche Techniken die Weinbauern zur Weinerzeugung einsetzen, ist abhängig von ihrer Einstellung, den landschaftlichen, natürlichen und klimatischen Rahmenbedingungen, Traditionen, Wirtschaftlichkeit und ihren Vorstellungen von Qualität. Wein ist also ein Genussmittel, das sich einer Normierung an vielen Stellen entzieht. Die persönlichen Vorlieben entscheiden letztlich, an welchen Wein man sich erinnert.

Im Rahmen der amtlichen Weinprüfung, der sich in Deutschland jeder Qualitätswein unterziehen muss, beurteilen speziell geschulte Weinprüfer Weine nach Klarheit, Herkunft, Farbe, Typ, Jahrgang und Rebsorte. Danach werden Geschmack, Geruch und Harmonie des Weines bewertet. Sie teilen die Weine auch in die Güteklassen ein. Zwar ist zu Hause nur das Urteil des eigenen Gaumens wichtig. Doch im folgenden erfahren Sie, woran Sie sich bei der Suche nach Ihrem Lieblingswein orientieren können.

Für die Einordnung der Weine in die Qualitätsstufen sind für den Gesetzgeber folgende Parameter besonders wichtig:

Mostgewicht
Maßeinheit für den Reifegrad der Trauben, der vor allem durch den enthaltenen Zucker sowie die Säure bestimmt wird. Das Mostgewicht lässt einen guten Schluss auf den späteren Alkoholgehalt des Weines zu. 16 Gramm Zucker pro Liter Most ergeben etwa 1 Volumenprozent (%vol) Alkohol. Soll ein trockener, durchgegorener Wein also 10 %vol Alkohol enthalten, müssen die Trauben 160 Gramm pro Liter Most aufweisen. Das Mostgewicht wird in Oechslegraden (°Oe) angegeben.

Restzuckergehalt
Die gesamte Menge an unvergorenem Zucker, die in einem Wein oder Sekt zu finden ist, wird als Restzucker oder Restsüße bezeichnet. Der Restzucker wird in Gramm pro Liter angegeben und ist ausschlaggebend für die Geschmacksbezeichnung, die ein Wein oder Sekt tragen darf. Einige Zuckersorten sind nicht vergärbar, deshalb findet sich fast immer ein geringer Restzuckergehalt. Wie süß der Wein dann schmeckt, hängt neben dem Zuckergehalt auch von den enthaltenen Säuren und Tanninen (Gerbstoffen) ab.

Alkoholgehalt
Die Menge reinen Trinkalkohols (Etahanol), die bei 20 °C tatsächlich in 100 Litern Wein enthalten sind, ist der vorhandene Alkoholgehalt. Er wird in Volumenprozent (% vol) auf dem Etikett angegeben.

Weitere wichtige Begriffe haben wir für Sie unter Service zusammengestellt.