Rechtslage

Rechtliche Grundlage aller ökologischen Landwirtschaft, also auch des Weinbaus, ist die EG-Öko-Verordnung. Sie regelt zwar die ökologische Erzeugung der Weintrauben, macht aber keine Aussagen über ihre Weiterverarbeitung zu Wein.

Die EU-weit gültige Verordnung schreibt vor, dass Schädlinge und Pflanzenkrankheiten im Weinberg durch geeignete Rebsorten, günstige Verhältnisse für Nützlinge und das Aussetzen geeigneter natürlicher Gegenspieler bekämpft werden sollen. Traubenwickler, Milben, Reblaus und Pilzerkrankungen können in einem Weinberg großen Schaden anrichten. Bei unmittelbarer Bedrohung erhalten die Winzer daher eine Genehmigung für den Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel.

Die Richtlinien der ökologischen Anbauverbände gehen deutlich über die EG-Öko-Verordnung hinaus. Sie regeln auch die Weiterverarbeitung der Trauben zu Wein und machen dafür detaillierte Angaben über die zugelassenen önologischen Verfahren önologische Hilfsmittel. Heute gibt es in Deutschland Bio-Weine von Ecovin, Bioland, Demeter, Naturland, Biokreis und Gäa, wobei Demeter bis zur Verabschiedung eigener Richtlinien nach denen von Ecovin Wein erzeugt.