Die Sammler

Gewerbliche Sammler, kommunale Entsorgungsgesellschaften und viele gemeinnützige Organisationen führen Kleidersammlungen durch, um damit Einnahmen zu erwirtschaften. Was bei diesen Sammlungen in Containern oder Sammelsäcken zusammenkommt, wird zu 100 Prozent an gewerbliche Abnehmer verkauft. Es gibt auch gemeinnützige Organisationen, die eigens für eine von ihnen betriebene Kleiderkammer sammeln, in der Kleidung kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr an Bedürftige abgegeben wird. Diese Sammlungen haben zunächst nichts mit dem gewerblichen Kreislauf zu tun. Allerdings kommen sie spätestens dann damit in Berührung, wenn es um die Entsorgung der Reste aus der Kleiderkammer geht.

Für Verbraucher ist es leider nicht immer leicht zu erkennen, wer für eine Kleidersammlung verantwortlich ist. Häufig gehen gemeinnützige Organisationen und gewerbliche Verwerter schwer durchschaubare Kooperationen ein. So ist es zum Beispiel bei Containersammlungen durchaus üblich, dass zwar Name und Logo einer bekannten gemeinnützigen Organisation auf dem Sammelbehälter prangen, tatsächlich jedoch die Sammlung von einem gewerblichen Verwerter durchgeführt wird, der lediglich den Namen der Organisation gegen eine Gebühr "gepachtet" hat. Und schließlich gibt es leider auch zahlreiche, zumeist kleinere gewerbliche Sammler, die mit fantasievollen Sammelaufrufen, erfundenen Logos und Ähnlichem versuchen, ihrer Sammlung einen "mildtätigen" Anstrich zu geben. Hier gilt es also gut aufzupassen, um dubiose von seriösen Sammlern zu unterscheiden.

Misstrauen ist immer dann berechtigt, wenn auf dem Sammelzettel oder Container Name und Anschrift des Sammlers fehlen. Auch besonders gefühlsbetonte Sammelaufrufe, die an die Hilfsbereitschaft appellieren ("Helfen Sie uns helfen - gegen die Armut in der Welt" o.ä.), sind Grund zum Misstrauen. Seriöse Sammler - ob gewerblich oder gemeinnützig - informieren offen und sachlich über den Zweck der Sammlung und die Verwendung des Sammelgutes, verstecken sich nicht hinter Fantasienamen und stehen auch für Auskünfte zur Verfügung.

FairWertung

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Seit 1994 gibt es das Siegel des Dachverbandes FairWertung. Hier haben sich gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen, die ihre Kleidersammlungen nach den von FairWertung festgelegten Grundsätzen durchführen. Das FairWertung-Siegel bietet Spendern die Gewähr, dass die Erlöse aus diesen Sammlungen für die Arbeit gemeinnütziger Organisationen verwendet werden.