Die Ursache

Die Zeiten sind vorbei, als Kleidung wertvoll und teuer war, man für einen Wintermantel sparen musste und die Anschaffung eines neuen Jacketts sorgfältig geplant wurde. Billige Rohstoffe, Industrialisierung und die globale Arbeitsteilung haben unsere Kleidung billiger gemacht: Hierzulande ist es für fast jeden erschwinglich, Kleidung über den eigentlichen Bedarf hinaus zu kaufen. Und auch wenn der Einzelhandel seit Jahren über rückläufige oder stagnierende Umsätze klagt: Es wird nicht weniger gekauft, sondern billiger. Immer schneller wechselnde Moden tun ein Übriges. Gab es früher nur zwei Saisons - Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter - so tauschen die großen Modeketten heute ihr Sortiment im Dreimonats-Rhythmus aus. Das Ergebnis: So mancher Kleiderschrank quillt über und muss in regelmäßigen Abständen ausgemistet werden, damit Platz für Neuanschaffungen ist. Und damit beginnt der Kreislauf von vorne...

Es ist zu einem großen Teil das eigene Konsumverhalten, das den Altkleiderberg wachsen lässt. Verbraucher haben es in der Hand, ihn nicht noch weiter zu vergrößern. Mehr Qualität, weniger Quantität beim Kauf ist eine Maßnahme. Lieber ein etwas teureres, dafür aber gut verarbeitetes T-Shirt aus hochwertiger Baumwolle als drei billige Teile vom Discounter, die nach wenigen Malen in der Waschmaschine die Form verlieren. Und um Abwechslung in die Garderobe zu bringen, muss es nicht immer ein Neukauf sein: Flohmärkte, Second-Hand-Shops und Tauschbörsen entpuppen sich oft als wahre Fundgrube für originelle Schnäppchen. 

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