Second Hand nur für Afrika?

Eine "Verteufelung" der Altkleiderexporte ist sicher nicht hilfreich und geht an der Realität in afrikanischen Ländern vorbei. Aber gerade diese Realität darf uns hier zu Lande nicht in Ruhe lassen - denn Tatsache ist: Das Gefälle zwischen Arm und Reich in der Welt ist der Grund dafür, dass Millionen von Menschen ihr Grundbedürfnis nach guter, modischer Kleidung nur mit den abgelegten Resten unseres Wohlstands-Konsums decken können. Um das zu verändern, sind vor allem andere weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen notwendig. Der Faire Handel ist eine Möglichkeit für Verbraucher, "im Kleinen" dazu beizutragen. Und: Auch hiesige Verbraucher können mehr Second-Hand-Kleidung kaufen und tragen, beim Neukauf von Kleidung auf Qualität und Produktionsbedingungen achten und so umsteuern von der "Ex-und-Hopp-Mentalität" zu verantwortlichem Konsum.