Faire Initiativen

Die bekanntesten Produkte aus fairem Handel sind Lebensmittel wie Kaffee oder Tee. Entsprechend gehandelte Kosmetika gibt es unter dem Dach des Fairen Handels noch nicht. Da jedoch zahlreiche Rohstoffe für die Herstellung von Kosmetika aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas kommen, ist eine sozial gerechte, nachhaltige Produktion dieser Stoffe sowohl für die Erzeuger als auch für die Käufer enorm wichtig. Einige Naturkosmetikhersteller betreiben nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe schon seit vielen Jahren ökologische und soziale Projekte.



Die Vorteile einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit liegen gleichermaßen bei den Kosmetikherstellern wie auch den Produzenten der Kosmetikrohstoffe. Über die Umstellung auf ökologische, extensive Anbaumethoden bekommen die Hersteller rückstandsfreie Rohstoffe hoher Qualität. Eine nachhaltige Wirtschaft beim Anbau und bei Wildsammlungen sichert den Fortbestand der benötigten Pflanzen und beugt Engpässen in der Lieferung der Rohstoffe vor.

Die faire Herstellung und Vermarktung der Kosmetikrohstoffe sichern die Einnahmen für die meist unterprivilegierten Einzelbauern, Stämme und Kooperativen und bewahren weitgehend die bestehenden sozialen Strukturen. Oft sind es Frauen, die mit diesen Projekten die Existenz ihrer Familien sichern. Fairer Handel ermöglicht darüber hinaus Bildungsprogramme für Kinder und Erwachsene, gesundheitliche Vorsorge und bessere Lebensbedingungen. Die Bedeutung der öko-fairen Projekte für die Umwelt sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Die extensive Wirtschaft ohne Pestizide und mineralische Dünger bewahrt das natürliche Gleichgewicht und die Grundwasserqualität. Das schont die Natur und die Gesundheit der Menschen vor Ort.