Fairer Schmuck

Mit Schmuck wird weltweit sehr viel Geld verdient. Allein der Umsatz mit Diamanten betrug im Jahr 2000 schätzungsweise 5,7 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage ist ungebrochen. So ist es nicht überraschend, dass insbesondere bei der Rohstoffgewinnung auch Kriminalität eine Rolle spielt. Gerade in den Ländern der Dritten Welt, die reich an Gold, Silber und Edelsteinen sind, wird die Rohstoffgewinnung und -verarbeitung in Verbindung mit Ausbeutung, Vertreibung, Umweltzerstörung und Kriegsfinanzierung genannt. Den glänzenden Goldketten und glitzernden Edelsteinen sieht man nicht an, ob sie ökologisch und sozial verträglich gewonnen und verarbeitet wurden. Wer seinen Schmuck garantiert ohne kriminelle und ausbeuterische Hintergründe kaufen möchte, muss genau nachfragen. Doch in der Schmuckgewinnung und -herstellung findet ein Umdenken statt. Es gibt inzwischen viele ökologische und soziale Projekte, die über die Gewinnung von Gold oder Edelsteinen vielen Menschen ein Lebensunterhalt sichern, ohne ihre Umwelt zu zerstören oder sie mit Schadstoffen zu belasten. Wir stellen Ihnen hier einige faire Projekte und Initiativen der Schmuckgewinnung sowie einige Kampagnen vor, die sich mit den negativen Auswirkungen der Gewinnung und Verarbeitung von Edelmetallen und Edelsteinen kritisch auseinandersetzen.

Auch Sie selbst können das Schmuckangobt kritisch unter die Lupe nehmen. Wer beim nächsten Kauf bei seinem Juwelier nach der Herkunft und einem Zertifikat fragt, wird einen wichtigen Beitrag zum Umdenken der Schmuckindustrie für mehr Umweltbewusstsein und Gerechtigkeit leisten.