Folgen für Land und Leute

In der Menschheitsgeschichte wird Schmuck als Zeichen für Hochentwicklung der Gesellschaft betrachtet. Doch Schmuck bzw. die Gewinnung und Verarbeitung der Edelmetalle und Edelsteine haben auch Schattenseiten. So weckten die reichen Goldschätze der Inka nach der Entdeckung der "neuen Welt" durch Christoph Kolumbus die Gier der Eroberer und brachten den Ureinwohnern jahrhundertlange Ausbeutung, Unterdrückung und Krankheiten.

Auch heute ist die Schmuckherstellung oft mit negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen verbunden. Viele Edelmetall- und Edelsteinvorkommen befinden sich in Ländern des Südens. Die begehrten Bodenschätze werden oft möglichst billig und unter schlimmsten Bedingungen für die Bergarbeiter und die Umwelt vor Ort gewonnen und verarbeitet. Den großen Goldkonzernen werden für die Produktion kaum Auflagen gemacht. Bei großen Tagebauanlagen sind oft keine angemessenen Entschädigungen für die Zwangsumsiedlung der Urbevölkerung vorgesehen. Nach dem Abbau des Erzes melden die Goldbergbaugesellschaften häufig Konkurs an und können dann keine Auflagen bzw. Regressforderungen im Falle von Umweltbelastungen erfüllen, wenn beispielsweise giftige Abbauprodukte die Flüsse oder den Boden kontaminieren. Die Einwohner des Landes bleiben mit den Umwelt- und Sozialproblemen allein.

Soziale Folgen

Ökologische Folgen