Ökologische Folgen
Die Gewinnung und Verarbeitung von Edelmetallen und Edelsteinen haben weitreichende Folgen für Menschen und Umwelt. Besonders kritische Umweltauswirkungen hat die Gewinnung von Gold und Silber. Werden die Edelmetalle im Untertagebau gewonnen, sind die direkten Auswirkungen für die Umwelt meist gering. Insbesondere Gold wird aber häufig im Übertageabbau gewonnen. Dabei sind die Auswirkungen für die Umwelt immens, nicht nur wegen der großflächigen Abtragung der Erdoberfläche, sondern auch wegen der dabei zum Einsatz kommenden giftigen Chemikalien wie Quecksilber und Zyanid (chemisch: HCN, auch: Blausäure).
Der heutige Goldabbau hinterlässt schwere Wunden in der Landschaft und irreparable Schäden an der gesamten Umwelt. Riesige Mengen von Gestein werden abgebaut und zermahlen. In Westpapua wurde beispielsweise ein 3000 Meter hoher Nebengipfel des Mount Jaya abgetragen. Die Goldgruben sind oft mehrere Hundert Meter tief, das eindringende Wasser muss abgepumpt werden. Dieses Verfahren führte beispielsweise im US-Staat Nevada dazu, dass sich der Grundwasserspiegel absenkte und die Trinkwasserversorgung der Einwohner gefährdet war.
In Brasilien wird das Gold aus Sekundärlagerstätten gewonnen, dabei handelt es sich um goldhaltige Erdschichten, die sich vor langer Zeit in Flussniederungen abgelagert haben. Die Gebiete sind zum großen Teil wieder mit Regenwald bewachsen. Um an die Sedimente zu kommen, wird der Regenwald abgeholzt. Dabei geht der Lebensraum der Ureinwohner sowie der einmaligen Tier- und Pflanzenwelt unwiederbringlich verloren.








