Gewinnung, Verarbeitung und die Folgen

Traditionell wird Schmuck als Verschönerungsmittel betrachtet, doch er ist mehr. Schmuck ist neben der Wandmalerei der erste Beweis für kulturelle Entwicklung der Menschen. So galten Federn, Knochen oder Zähne erlegter Wildtiere bereits in prähistorischen Kulturen als Zeichen der Stärke und Vitalität. Sie wurden unter anderem zur Abwehr böser Kräfte getragen. Auch Gold und Edelsteine wurden schon frühzeitig wegen ihres Glanzes, der besonderen Farbe und Beständigkeit begehrt und erlangten kulturelle und religiöse Bedeutung. Eines der ältesten Schmuckmaterialien ist Gold, das seit mehr als 6000 Jahren gewonnen und zu Schmuck verarbeitet wird.

Über das Tragen von Schmuck kann die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, aber auch der Familienstand bzw. die Familien- und Stammzugehörigkeit erkannt werden. In vielen fernöstlichen Ländern die Zahl der Armreifen einer verheirateten Frau - zumal wenn sie aus Gold bestehen - sowohl ein Zeichen für Wertschätzung der Frau als auch ein "Finanzpolster" für schlechte Zeiten.

Viele Menschen glauben an mystische Kräfte, die durch bestimmte Schmucksymbole oder Edelsteine wirken und dem Träger Glück, Gesundheit oder einen besonderen Schutz bringen sollen. So sind unterschiedliche Edel- und Halbedelsteine die Glücksbringer für bestimmte Tierkreiszeichen, wenn sie nah am Körper getragen werden.