Chemiefasern

Die erste Faser, die mit Hilfe chemischer Verfahren hergestellt wurde, wurde auf der Weltausstellung des Jahres 1889 präsentiert: Kunstseide, die mittels Alkohol und Ether aus Baumwolle hergestellt worden war. Sie war die erste Chemiefaser und der Anfang der industriellen Herstellung chemisch erzeugter Textilfasern.

Heute machen die Chemiefasern den größten Teil der weltweiten Textilfaserproduktion aus. Während Fasern wie Viskose, Modal oder Acetat mit Hilfe chemischer Verfahren aus zellulosehaltigen natürlichen Rohstoffen wie etwa Holzabfällen hergestellt werden, werden synthetische Fasern wie Polyester, Polyamid, Elastan oder Mikrofaser aus Kohle oder Erdöl gewonnen. Sie können zudem schon in der Herstellung gezielt auf ihre künftigen Einsatzgebiete hin gestaltet werden.

Gewebe aus Chemiefasern trocknen sehr schnell und knittern nicht. Sie sind leicht und pflegeleicht. Sie werden, wie im Falle der Sportbekleidung oder Bademoden, ebenso häufig mit anderen Chemiefasern wie in Mischungen mit natürlichen Fasern verarbeitet.