Pflanzliche Fasern

Baumwolle
Etwa die Hälfte aller weltweit verarbeiteten Fasern bestehen heute aus Baumwolle. Dabei handelt es sich um die Samenfäden der Baumwollpflanze, die zu den Malvengewächsen gehört. Diese Fasern sind von unterschiedlicher Länge und meist weiß. Einige Baumwollarten bringen jedoch auch braune und grüne Fasern hervor. Der größte Teil der Welt-Baumwollernte entstammt den Plantagen Chinas, der USA, Indiens, Pakistans, Usbekistans und der Türkei. Aber auch in den afrikanischen Staaten ist das "weiße Gold" Einkommensquelle für 20 Millionen Menschen. Aus den langen Baumwollfasern entstehen glatte, gleichmäßige Garne von hoher Festigkeit.

Baumwollgewebe sind hautfreundlich und sehr luftdurchlässig. Sie kann Feuchtigkeit aufnehmen, ist sehr strapazierfähig und gut waschbar. Zur Verbes-serung der Pflege- und Gebrauchseigenschaften wird Baumwolle häufig mit Chemiefasern zu Mischgeweben verarbeitet.

Leinen
Vor allem Sommerkleidung besteht vielfach aus Leinen. Die aus der Flachspflanze gewonnenen Fasern sorgen für angenehme Kühle auf der Haut. Leinengewebe sind stark saugfähig, fusselfrei und strapazierfähig. Neben seiner Verwendung in Kleiderstoffen wird Leinen daher zu Geschirrtüchern verarbeitet und liefert den Grundstoff für Taschen. Um die Trage- und Pflegeeigenschaften des Leinens zu verbessern, wird es häufig mit synthetischen Fasern gemischt.

Neben Baumwolle und Leinen werden auch die Fasern der Hanfpflanze in geringem Umfang zu Kleidungsstoffen verarbeitet.