Gefahren durch Spielzeug

Kinderspielzeug darf die Gesundheit und die Sicherheit der Kinder nicht gefährden. Bevor Spielzeug vermarktet werden kann, muss es bestimmte Sicherheitsnormen erfüllen. So muss es gemäß der "Zweiten Verordnung über Sicherheit von Spielzeug" den Sicherheitsanforderungen des Anhangs II der EU-Richtlinie 88/378/EWG entsprechen. Voraussetzung sind u.a. die gesundheitliche Unbedenklichkeit, für den Fall dass Spielzeug verschluckt oder eingeatmet wird oder mit Haut oder Schleimhäuten in Berührung kommt. Beim Gebrauch von Spielzeug müssen Verletzungen durch scharfe Kanten, Splitter, Ecken u.ä. ausgeschlossen sein.



Auch die Chemie im Kinderspielzeug wird unter die Lupe genommen. Spielzeug aus Holz wird unter anderem auf die Abgabe von Formaldehyd und die Speichel- und Schweißechtheit der Farben untersucht. Im Dezember 1999 wurden zum Beispiel Babyspielsachen sowie Schnuller, die aus Polyvinylchlorid (PVC) bestehen und gesundheitsgefährdende Weichmacher (Phtalate) enthalten, verboten. Gemäß der o.g. Verordnung darf Spielzeug, das für Kinder unter drei Jahren bestimmt ist und von ihnen bestimmungsgemäß oder vorhersehbar in den Mund genommen werden kann, die als Weichmacher eingesetzten Phtalate in einer Konzentration von höchstens 0,1 Prozent enthalten. Leider ist damit die Gefahr für Kleinkinder nicht gebannt, weil Kinder in diesem Alter erfahrungsgemäß auch Dinge und Spielsachen in den Mund nehmen, die nicht für sie bestimmt sind.