Gesetzliche Bestimmungen

Spielzeug muss sicher sein - dafür gibt es verschiedene gesetzliche Regelungen. Nach Artikel 2 der EG-Richtlinie über die Sicherheit von Spielzeug (88/378/EWG) darf Spielzeug nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn es die Gesundheit nicht gefährdet. Nach Anhang II dieser Richtlinie gehört zu den wesentlichen Sicherheitsanforderungen, dass Spielzeug bezüglich chemischer Merkmale gesundheitlich unbedenklich ist. Insbesondere darf es keine gefährlichen Stoffe und Zubereitungen im Sinne der Richtlinien 67/548/EWG und 88/379/EWG in solchen Mengen enthalten, die für Kinder bei Gebrauch des Spielzeugs gesundheitlich nicht unbedenklich sind.



Für das Inverkehrbringen von Kinderspielzeug gilt die Europäische Norm DIN EN 71. Außerdem muss das Spielzeug mit der CE-Kennzeichnung versehen sein, durch die der Hersteller oder Importeur bestätigt, dass das Spielzeug den Sicherheitsanforderungen entspricht. Die Kennzeichnung muss auf dem Spielzeug oder der Verpackung gut sichtbar, lesbar und dauerhaft angebracht sein.

Neue Norm für Fingermalfarben (DIN EN 71-7)
Für Fingermalfarben legt die DIN EN 71-7 umfangreiche Sicherheitsbestimmungen fest. Fingermalfarben sind bei Kleinkindern für spielerisch-darstellerische Aktivitäten sehr beliebt. Da es bei der Verwendung dieser Farben zu längeren Hautkontakten kommt und auch nicht auszuschließen ist, dass Kinder ihre Finger ablecken und somit bestimmte Farbmengen in den Magen gelangen, war es erforderlich die möglicherweise gefährlich wirkenden Inhaltsstoffe so zu beschränken, dass eine Gesundheitsgefährdung weitgehend ausgeschlossen wird.

Fingermalfarben bestehen neben Wasser im Wesentlichen aus Farbmitteln, Füllstoffen, Bindemitteln, Feuchthaltemitteln, Konservierungsstoffen, Tensiden und Bitterstoffen. Diese Stoffe werden nach der Norm DIN EN 71-7 auf ihre Eignung und Unbedenklichkeit hin untersucht. Bitterstoffe werden den Fingermalfarben zugesetzt, um dem Produkt einen unangenehmen Geschmack zu verleihen, der die Kinder davon abhalten soll, die farbbeschmierten Finger in den Mund zu stecken. Damit soll u.a. das Risiko der oralen Aufnahme von Farbe verringert werden.