Herstellung

Die Spielzeugherstellung ist nach wie vor sehr arbeitsintensiv. Viele großen Spielwarenhersteller haben daher Teile ihrer Produktion in die Billiglohnländer Asiens ausgelagert. So wird der überwiegende Teil der Spielzeugartikel in Thailand, Malaysia, Indonesien und vor allem in China hergestellt. Allein die chinesischen Exporte beliefen sich im Jahr 2001 auf 8,7 Milliarden Euro. Im gleichen Jahr wurden in der Europäischen Union Spielwaren für 4,6 Milliarden Euro und in den USA für ca. 3,4 Milliarden Euro hergestellt.



Die Spielzeugproduktion Ostasiens hat in den letzten zehn Jahren viele Arbeitsplätze geschaffen und die wirtschaftliche Entwicklung der Länder vorangetrieben. Diese Entwicklung und die Gewinne der Spielwarenindustrie gehen jedoch auf Kosten der jungen Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter. So wird die Spielwarenproduktion oft mit katastrophalen Arbeitsbedingungen, schlechten Löhnen, ausbeuteischen Arbeitsverhältnissen sowie Kinderarbeit in Verbindung gebracht. Im Jahr 1993 kamen bei Bränden in Spielzeugfabriken in Thailand und China mehr als 250 Arbeiterinnen und Arbeiter ums Leben. Diese Unglücke machten die Öffentlichkeit auf die unwürdigen Arbeitsbedingungen in den asiatischen Spielzeugfabriken aufmerksam. Unabhängige Aktionsgruppen und Organisationen untersuchten die Arbeits- und Lebensbedingungen der Angestellten in China und anderen ostasiatischen Ländern. So kamen Ausbeutung und gravierende Verletzungen grundlegender Arbeitsrechte und katastrophalen Sozialstandards ans Tageslicht. Gegen die Zustände in der Spielzeugherstellung wurden viele nationale und internationale Kampagnen initiiert, die sich die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in dieser Branche zum Ziel gesetzt haben. Eine dieser Kampagne ist "Fair spielt - für faire Spielregeln in der Spielzeugproduktion", die 1999 in Deutschland ins Leben gerufen wurde.