Tipps

Spielzeug schenken ist nicht so einfach. Um dem Kind eine Freude zu machen, sollte das Geschenk seinen Vorlieben und Interessen entgegen kommen. Oft gleicht die Suche nach dem passendem Geschenk einem Balanceakt zwischen den Wünschen der Kinder und den eigenen bzw. der anderen Familienangehörigen. Ein planvolles und bedachtes Vorgehen bei der Geschenkwahl wird daher sicher mit Freude gedankt. Wir haben für Sie einige Tipps zusammen gestellt, die Ihnen die Suche nach einem geeigneten neuen Spielzeug und den Umgang mit altem Spielzeug erleichtern.



Spielzeug kaufen
Spielzeug schenken
Altes Spielzeug wieder neu
Hörstörungen erkennen

Spielzeug kaufen

  • Spielzeug soll die Phantasie anregen und vielseitig einsetzbar sein wie beispielsweise eine Puppe mit abwechslungsreichem Zubehör oder bunte Holzbausteine in verschiedenen Größen und Formen.
  • Je vielfältiger die Spielmöglichkeiten, desto länger ist das Spielzeug interessant. Ein Laster oder Zug, den das Kind hinter sich herziehen, beladen und zum Transport von Gegenständen nutzen kann, ist interessanter als ein Auto, das nur rollt. 
  • Die Altersangabe auf dem Spielzeug ist ein grober Orientierungswert, der insbesondere für Kleinkinder unter 3 Jahren ihrer Sicherheit dient (z.B. mit der Warnung vor kleinen Teilen, die verschluckt oder eingeatmet werden könnten).
  • Denken Sie beim Kauf von Spielzeug an das Problem Lärm. Wenn Sie Spielzeug verschenken wollen, fragen Sie lieber vorher die Familienangehörigen, ob sie mit Ihrer Wahl einverstanden sind.
  • Nicht empfehlenswert ist Spielzeug, das den Warnhinweis "von den Ohren fernhalten" trägt. Diese Warnung werden spielenden Kinder sicherlich vergessen.
  • Spielzeugmusikinstrumente, Spielzeug-Knallkörper und Spielzeugwaffen mit Geräuscheffekten können Hörschäden verursachen.
  • Teppiche dämpfen die Lautstärke von tobenden Kindern effektiv.

Spielzeug schenken
Wer Spielzeug verschenken möchte, sollte sich vor dem Einkauf sich folgende Fragen stellen:

  • Wie alt ist das Kind?
  • Welche Spielmaterialien hat es schon?
  • Womit beschäftigt sich das Kind gern?
  • Wie sind die räumlichen Verhältnisse?
  • Spielen Eltern, Geschwister gerne mit?
  • Wenn Sie entfernte Familienangehörige oder Freunde der Familie sind, ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld auch mit Eltern über ein mögliches Geschenk zu unterhalten.

Wunscherfüllen oder Überraschung?
Kinder haben immer Wünsche, was Spielzeuggeschenke angeht. Sie lieben aber auch Überraschungen. Oft ist es schwierig, diesen Spagat zu bewerkstelligen. Wenn ein Kind schon einen bestimmten Wunsch hat, ist es wichtig diesen mit dem Kind zu ergründen. Oft sind die Kinder enttäuscht, weil das Gewünschte in der Realität nicht genauso lebendig oder interessant ist, wie beispielsweise in der Werbung vorgestellt. Daher ist es sinnvoll vor dem Kauf abzuklären, warum das Kind sich ein spezielles Spielzeug wünscht. Wer bei einem absoluten Überraschungsgeschenk keine Bruchlandung erleben möchte, sollte die Vorlieben des Kindes zum Beispiel hinsichtlich der Thematik im Auge behalten.

Altes Spielzeug wieder neu
Eine Flut der Spielzeug und Spielmöglichkeiten wirkt weder spielanregend noch phantasiebelebend. Im Gegenteil: Die Reizüberflutung kann sogar zur Langeweile führen. Das Kind kann sich mit einem Spiel nicht intensiv beschäftigen. Bei Babys und Kleinkindern hat sich deshalb ein Rotationsprinzip für Spielzeug bewährt. Es hilft auch, das Kinderzimmer ab und zu zu entrümpeln: Spielzeuge und Spiele, die längere Zeit nicht beachtet wurden, können in einer Aufbewahrungskiste für ein paar Wochen verschwinden. Wenn sie wieder ausgepackt werden, bieten sie erneut Abwechslung. In dieses Rotationsprinzip gehören aber Lieblingsbär oder Schmusepuppe auf keinen Fall.

Eltern können zusammen mit ihren Kindern die wenig attraktiven Spiele und Spielsachen "wegräumen". Stößt ein Spiel oder Spielzeug bei dem Kind eventuell auf wenig Interesse, kann es auch ohne den Umweg der Aufbewahrungskiste weiterverkauft oder an andere, interessierte Kinder verschenkt werden.

Hörstörungen erkennen
Eltern sollten ihre Kinder genau beobachten und beim Verdacht auf eine Hörschwäche so bald wie möglich einen Kinderarzt aufsuchen. Hörstörungen können operativ oder mit Medikamenten behoben werden. Wenn beides nicht möglich ist, wird der Arzt Hörgeräte verschreiben. Nur wenn Hörschäden behoben werden bzw. die Kinder ihre Hörgeräte regelmäßig tragen, können sie sich gesund entwickeln und die Verbindung zu ihrer Umwelt herstellen.

  • In der 4. bis 6. Lebenswoche erschrecken Säuglinge bei plötzlichen lauten Geräuschen.
  • Ab dem 3. bis 4. Monat sollten sie hörbar lachen, "brabbeln" und die Augen zu einer Geräuschquelle bewegen.
  • Ab dem 7. und 8. Monat sollten sie auf Musik lauschen und unterschiedliche Stimmlagen und Laute ausprobieren. Im ersten Lebensjahr brabbeln alle Kinder vor sich hin. Kinder die nichts oder nur schwer hören, verstummen oder nuscheln nur.
  • Ab dem 10 bis 12. Monat sollten die Kinder ein "Nein" verstehen können und reagieren, wenn sie aus einem Meter Entfernung angesprochen werden.
  • Im Alter von zwei Jahren sollten Kinder ins Ohr geflüsterte Anweisungen befolgen können. Sie beginnen Sätze aus zwei Worten zu sprechen.

Eltern, deren Kinder im Hör- und Sprechverhalten deutlich von diesen Verhaltensweisen abweichen, sollten schnellstmöglich einen Kinderarzt aufsuchen und das Hörvermögen des Kindes untersuchen lassen.