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Aus Abfällen werden Produkte...

Schrott, aber kein Abfall: Altmetall, Foto: wilhei / pixelio.de

Foto: © wilhei / PIXELIO

 

Die hiesige Kreislaufwirtschaft kommt einem meist nur in den Sinn, wenn man gerade für seinen getrennten Müll die gelbe, blaue, braune, weiße, grüne oder graue Tonne auswählt. Eigentlich gehört aber mehr zum umweltschonenden Stoffkreislauf als einem weggeworfenen Material "neues Leben einzuhauchen". So steht es auch im neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz, das im Herbst 2010 auf den Weg geschickt wird.

Kern der Novelle ist die fünfstufige Abfallhierarchie, nach der es am wichtigsten ist, Müll von vornherein zu vermeiden. Produkte sollen demnach so gemacht sein, dass sie wenig oder keinen Müll entstehen lassen. Neben der abfallarmen Produktgestaltung lässt sich auch durch längere Lebensdauern von Produkten oder einen auf wenig Abfälle und Schadstoffe ausgerichteten Konsum Müll vermeiden.

Entstandende Abfälle sollen sich möglichst umweltverträglich wiederverwerten, recyceln oder beseitigen lassen. Davon steht das Beseitigen auf der niedrigsten Stufe der Abfallhierarchie. Je nachdem, mit welchen möglichen Schäden für Mensch und Umwelt das Behandeln einer Abfallart verbunden ist, kann sich die Rangfolge aber verschieben.

Zwischen Wiederverwertung und Recycling gibt es einen Unterschied: Bei der Wiederverwertung wird das Entsorgte demselben Zweck zugeführt, den es erfüllte bevor es weggeworfen wurde. Beim Recycling kann Müll auch für andere Zwecke aufbereitet werden. In den nächsten Jahren soll sich die Abfall- zu einer Stoffstromwirtschaft entwickeln, was im Wesentlichen bedeutet, dass kein Abfall mehr auf einer Halde „umkommen“ soll. Stattdessen soll der Müll komplett und immer ertragreicher verwertet werden.