Giftige Altlasten

Neben dem „frischen“ Problemabfall, der täglich hinzukommt, liegen in vielen ärmeren Ländern gefährliche Giftmüll-Altlasten. Teilweise lagern sie in vergammelnden Behältern – wo genau weiß man oft nicht – und gleichen so Zeitbomben. Die Welternährungsorganisation FAO geht davon aus, dass allein in Afrika noch etwa 120.000 Tonnen abgelaufene Pestizide ungesichert herumliegen. Darunter sind äußerst giftige Stoffe wie DDT, Endrin oder Aldrin, deren Herstellung und Gebrauch vor etwa zehn Jahren in der Stockholmer Konvention völkerrechtlich geächtet wurde. Wird ihr Austreten nicht verhindert, drohen die Chemikalien ganze Landstriche zu vergiften. Nachdem die Gifte verboten worden waren tarnten große Pharmaunternehmen ihre Restbestände häufig als „Entwicklungshilfe“ um sich ihrer so günstig zu entledigen. Bis heute sträuben sich die Konzerne dagegen, Verantwortung zu übernehmen und für die Bergung und ordentliche Entsorgung des Sondermülls aufzukommen.