Was ist Abfall?

Gelbe Säcke, Foto: siepmannH / pixelio.de

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Bis in die 70er Jahre war Abfall ein Einheitsbrei, mit dem nicht groß hantiert wurde. Praktisch jede Siedlung besaß damals ihre eigene Hausmülldeponie, auf der alles landete, was eben so anfiel. Insgesamt gab es in Deutschland mehr als 50.000 solcher Müllkippen. Mit dem ersten Abfallgesetz wurde den Müllkippen in Deutschland dann nach und nach der Garaus gemacht. Heute sind noch 160 übrig und bald sollen die Halden ganz der Vergangenheit angehören.

Stattdessen wurden mit dem Müll immer mehr Verbrennungsanlagen „gefüttert“. Letztendlich entstand der Gedanke der Kreislaufwirtschaft. Seitdem ist Müll keine "graue Masse" mehr und es wird getrennt, was nicht zusammen gehört. Mittlerweile setzt die Abfallwirtschaft in Deutschland um die 50 Milliarden Euro jährlich um und beschäftigt mehr als 250.000 Menschen.

Im Kreislaufwirtschafts- und Abfallrecht steht, was Müll nach dem Gesetz überhaupt ist: Nämlich jeder Stoff oder Gegenstand, dessen sich sein Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss. Das Weggeworfene wird grob unterteilt in recyclebare Abfälle „zur Verwertung“ und Abfälle „zur Beseitigung“, mit denen die Wirtschaft nichts mehr anfangen kann und die deswegen „echter“ Müll sind. Abfälle, die sich noch verwerten lassen, sind kein Müll mehr.