Projekte von TransFair
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Vor allem Blumenfarmen in Ostafrika (Tansania, Kenia) wurden bisher als Partner des Fairen Handels zertifiziert. Die als "fairfleurs" bekannten Rosen tragen das Fairtrade-Siegel. An diese Zertifizierung sind für die Blumenfarmen und -importeure Bedingungen geknüpft, die zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation der Arbeiter beitragen:
- Auf Plantagen ist eine eigenständige, unabhängige Vertretung der Arbeiterschaft zuzulassen.
- Alle Beschäftigten haben das Recht, sich Gewerkschaften anzuschließen.
- Illegale Kinder- und Zwangsarbeit sind verboten.
- Die Farmen gewährleisten Arbeits- und Gesundheitsschutz ihrer Arbeiter und Angestellten.
- Die Löhne sind gerecht und an den Lebenshaltungskosten der Angestellten orientiert.
- Feste Arbeitszeiten, Pausen, ausreichend Freizeit und die Vergütung/der Ausgleich von Überstunden sind gewährleistet.
- Die Farmen ergreifen Maßnahmen zum Gewässer- und Erosionsschutz.
- Der Gebrauch von chemisch-synthetischen Pestiziden wird auf die unbedingt notwenige Menge reduziert.
- Die Fairtrade-Blumenfarmen werden von der internationalen Dachorganisation der Siegelorganisationen des Fairen Handels (FLO), TransFair und unabhängigen Wirtschaftsprüfern kontrolliert.
- Die Importeure beziehen die Blumen direkt von den fairtrade-zertifizierten Farmen.
- Langfristige Lieferbeziehungen geben den Produzenten Planungssicherheit.
- Die Importeure zahlen einen Fairtrade-Aufschlag von 12 Prozent auf den Einkaufspreis, der auf das Sonderkonto des Joint Bodys geht.
- Der Joint Body ist ein Komitee aus Vertretern der Arbeiterschaft und des Mangaements, das die Einnahmen aus den Fairtrade-Aufschlägen verwaltet und demokratisch über seine Verwendung bestimmt.
- Die Arbeit der Verwaltung und des Management der Blumenfarmen muss transparent sein.
- Bei Bedarf können bis zu Prozent des Kaufwertes vom Käufer vorfinanziert werden.

Auf den Blumenfarmen des Fairen Handels entscheidet der Joint Body über die Dinge, die alle Arbeiter und Angestellten der Farm betreffen und insbesondere darüber, wie die Einnahmen aus dem Fairtrade-Aufschlag zum Wohle der Arbeiter, ihrer Familien und der Gemeinde verwendet werden sollen. So floss die Prämie bisher unter anderem in die Anschaffung von Moskitonetzen, Fahrrädern, den Bau von Kindertagsstätten und Schulen, die Etablierung von Weiterbildungsmaßnahmen für die Arbeiter und Maßnahmen zur Gesundheitsaufklärung.
Nicht an der Blumenbörse
Fairtrade-Rosen werden nicht an der Blumenbörse in den Niederlanden gehandelt. Stattdessen werden sie am Flughafen Nairobi verladen und gelangen gut gekühlt direkt nach Deutschland, wo sie angeschnitten und an den Handel ausgeliefert werden. Durch den direkten Handel hängt der Erlös der Produzenten nicht von den spekulativen Entwicklungen an der Börse ab, sondern von den Produktionskosten und den Lebenshaltungskosten der Arbeiter. Innerhalb des Fairtrade-Systems ist der Weg jeder Blume vom Setzling bis zum Verkauf nachvollziehbar.
Foto oben: © Gerd Altmann / PIXELIO
Foto unten: © Halina Zaremba / PIXELIO








