Siegel aus nichteuropäischen Ländern

Das Siegel des "Kenya Flower Council" und das kolumbianische Label "Florverde" sind Siegel von Produzentenverbänden, die zum Teil soziale und ökologische Kriterien bei der Blumenproduktion berücksichtigen. Sie richten sich an Einkäufer und sind für Verbraucher im Blumengeschäft nicht zu finden. An beiden Zeichen wird immer wieder kritisiert, dass Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen an ihrer Vergabe und Kontrolle nicht beteiligt sind.

Das Kenya Flower Council (KFC)

Kenya Flowers_Logo

Im "Kenya Flower Council (KFC)" haben sich 1997 Großbetriebe der Blumenproduktion zusammengeschlossen, die sich bei der Bewirtschaftung der Farmen an den Kriterien des "Umweltprogramms Zierpflanzen (MPS)" orientieren. Zu den Prinzipien des KFC gehört es zum Beispiel, ausschließlich in der Europäischen Union zugelassene Pflanzenschutzmittel zu verwenden. Daneben wird auf die Sicherheit der Arbeiterinnen und Arbeiter beim Umgang mit Pestiziden Wert gelegt. Schutzkleidung steht zur Verfügung und die Wiederbetretungsfristen der Gewächshäuser nach dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden genau eingehalten.

Das Floverde-Siegel

Floverde_Logo_Kolumbien_Blumen

Das "Florverde-Siegel" wurde von Exporteuren und Produzenten des kolumbianischen Blumenverbandes Asocolflores entwickelt. Es konzentriert sich vor allem auf Umweltkriterien wie die Reduktion von Pestiziden, des Wasserverbrauchs, der Abfallmengen und die Kontrolle von Abgasen. Daneben werden auch soziale und arbeitsrechtliche Faktoren berücksichtigt. Zertifzierung und Kontrolle werden von der unabhängigen Schweizer Zertifizierungsorganisation Société Générale de Surveillance vorgenommen. Asocolflores und das Florverde-Siegel sind bisher wegen der fehlenden Gewerkschaftsfreiheit immer wieder kritisiert worden.