Ökologische Schnittblumen

Der Anbau von Schnittblumen und Zierpflanzen ist auch Teil des ökologischen Landbaus. Zu seinen zentralen Merkmalen gehören die umweltschonende Bewirtschaftung der Flächen im Einklang mit der Natur, der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel und gentechnisch veränderte Organismen sowie der Schutz der Gewässer und des Grundwassers. Die Grundregeln für den ökologischen Landbau sind in der EG-Öko-Verordnung festgelegt. Darüber hinaus haben die anerkannten ökologischen Anbauverbände wie z. B. Bioland, Naturland oder Demeter in ihren Richtlinien spezielle Anforderungen an den Anbau von ökologischen Schnittblumen und Zierpflanzen festgelegt. Dazu gehören folgende Punkte:
  • Ein weitgehender Verzicht auf Torf wird angestrebt, um Umweltschäden durch Torfabbau zu vermeiden. Bei Bioland und Naturland darf der Torfanteil in Substraten maximal 50 % betragen, in Aussaat- und Pikiererden maximal 80 %. In Anzuchtsubstraten und Topferden mit dem demeter-Zeichen beträgt der Torfanteil maximal 75 %.
  • Synthetische Zuschlagstoffe und Ersatzsubstrate (z. B. Hygromull, Styromull, Steinwolle) sind nicht zugelassen.
  • Auf synthetische Wuchshemmstoffe wird verzichtet. Ein buschiger, kompakter Wuchs wird durch Schnittmaßnahmen, niedrigere Temperaturen und sparsame Düngung erreicht.
  • Wird konventionell erzeugte Roh- und Fertigware zugekauft, so muss sie im Betrieb zu jedem Zeitpunkt erkennbar und entsprechend gekennzeichnet sein. Der überwiegende Teil der verkauften Produkte muss aus ökologischer Erzeugung stammen.
  • Erneuerbare Energien und Rohstoffe werden bei der Pflanzenproduktion eingesetzt.

In Deutschland gibt es ca. 220 Betriebe, die ökologische Zierpflanzen produzieren, davon züchten etwa 52 ökologische Schnittblumen. Die Gesamtproduktion macht bisher einen sehr kleinen Marktanteil aus. Die Blumen werden regional vermarktet, was lange Transportwege vermeidet. Im Serviceteil finden Sie ausführliche Informationen zu den Anbietern ökologischer Blumen.