Häufige Fragen

Wie sieht welche Blume aus?
Warum sollte man Schnittblumen nicht auf den Kompost geben?
Halten Blumen aus Fairem Handel länger?
Wie ist die Qualität der Blumen im ökologischen Anbau?
Gibt es auch umwelt- und sozialverträglich produzierte Grünpflanzen?
Welche Blüten kann man essen?
Wo kaufen die Bundesbürger ihre Blumen?
Gibt es gentechnisch veränderte Schnittblumen?

Jasmin_by_Günter Havlena_pixelio.de
Wie sieht welche Blume aus?
Eine Datenbank mit Abbildungen von handelsüblichen Schnittblumen finden Sie auf der Website des Blumenbüros Holland unter www.flowercouncil.org, Rubrik "Blumen & Pflanzen". Es kann nach den deutschen und lateinischen Bezeichnungen der Pflanzen gesucht werden. Wenn nur der lateinische Name bekannt ist, bietet der Botanische Garten der Ruhr-Universität Bochum unter www.boga.ruhr-uni-bochum.de ein alphabetisches Verzeichnis mit Abbildungen an.


Warum sollte man Schnittblumen nicht auf den Kompost geben?
Blumen aus konventionellem Anbau sind mit Pestiziden behandelt. Sie sollten daher in den Hausmüll und nicht auf den Kompost gegeben werden, damit nicht der Kompost ebenfalls mit Pestiziden belastet wird.

Wie stark die Blumen zum Teil behandelt sind, lässt sich daran erkennen, dass Floristinnen und Floristen empfohlen wird, Handschuhe anzuziehen, wenn sie z. B. mit Rosen aus Übersee arbeiten. Häufig kommt es bei ihnen auch zu allergischen Erscheinungen und Ekzemen durch den regelmäßigen Kontakt mit pestizidbehandelten Blumen.


Halten Blumen aus Fairem Handel länger?
Rosen mit dem Fairtrade-Siegel werden nicht an der Blumenbörse in den Niederlanden gehandelt, sondern kommen direkt nach Deutschland. Das und die große Sorgfalt auf den Blumenfarmen sorgt dafür, dass fair gehandelte Blumen genauso lange frisch bleiben wie konventionelle. Zudem sehen sie mindestens genau so schön aus und sind nur unwesentlich teurer als vergleichbare andere Blumen.

Rosenstrauß_rotorangegelb_by_Ruth Rudolph_pixelio.de
Wie ist die Qualität von Blumen aus ökologischem Anbau?
Blumen aus ökologischem Anbau wachsen langsamer als Blumen aus konventioneller Produktion, weil sie nicht mit chemisch-synthetischen Düngemitteln behandelt werden. Außerdem stammen sie überwiegend aus Freilandanbau. Daher sind sie sehr widerstandsfähig und halten meist länger als konventionelle Schnittblumen.

Ein weiterer Vorteil bei ökologischen Zierpflanzen ist, dass beim Bio-Anbau vor allem robuste Sorten gezüchtet und kultiviert werden, die weniger anfällig für den Befall mit Krankheitserregern sind. Das ist auch für die Anpflanzung zu Hause von Vorteil.


Gibt es auch umwelt- und sozialverträglich produzierte Grünpflanzen?
Neben Blumen bieten ökologische Betriebe oftmals auch Topf- und Grünpflanzen an. Eine Orientierung für Pflanzen aus konventioneller Produktion, die Wert auf eine ressourcenschonende und umweltbewusste Arbeitsweise legt, stellt das "Grüne Zertifikat" dar. Mit dem niederländischen MPS-Siegel werden auch Topfpflanzen ausgezeichnet. Faire Grünpflanzen sind von Max Havelaar Schweiz zertifiziert.


Welche Blüten kann man essen?
Essbar sind Apfelblüten, Artischocken, Bärlauch, Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch, Chrysanthemen, Dahlien, Dill, Fenchel, Gänseblümchen, Herbstaster, Gladiolen, Holunder, Jasmin, Kamille, Kapuzinerkresse, Klee, Koriander, Kornblume, Lauch, Lavendel, Liebstöckel, Lindenblüten, Löwenmäulchen, Löwenzahn, Magnolien, Majoran, Malven, Mohn, Orangenblüten, Passionsblumen, Petunien, Pfefferminze, Phlox, Rapsblüten, Ringelblumen, Rosen, Rosmarin, Salbei, Schafgarbe, Schlüsselblume, Schnittlauchblüten, Sellerie, Senfrauke, Sonnenblumen, Stiefmütterchen, Taglilien, Thymian, Veilchen, Vergissmeinnicht, Zierlauch, Zucchiniblüten und Zwiebelblüten.

Weitere Informationen und Rezepte finden Sie unter www.nutriinfo.de, der Informations- und Dokumentationsstelle am Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen und auf den Seiten des Vereins für unabhängige Gesundheitsberatung UGB in Gießen unter www.ugb.de.


Wo kaufen die Bundesbürger Blumen?
Über die Hälfte der Schnittblumen werden in Deutschland im Blumenfachgeschäft gekauft. Mit Abstand dahinter folgen Gärtnereien und der Lebensmitteleinzelhandel, dann der Wochenmarkt bzw. der Straßenstand als Einkaufsstätte.

Auch Schnittblumen aus menschen- und umweltgerechter Produktion erhalten Sie im Blumenfachgeschäft. Blumen aus ökologischem Anbau gibt es dagegen fast ausschließlich auf Wochenmärkten und im Ab-Hof-Verkauf.

Nelke_by_Cornerstone_pixelio.de
Gibt es gentechnisch veränderte Schnittblumen?
Ja. Ein australisches Unternehmen hat die Erlaubnis, gentechnisch veränderte, blaue Nelken in die EU einzuführen. Die Pflanze darf in der EU jedoch nicht angebaut werden. Die Nelke mit dem Namen "Moonlite" erhält ihre Blaufärbung durch Gene der Petunie. Ein Hinweis darauf, dass die Blume gentechnisch verändert wurde, muss auf der Packung bzw. in den Begleitpapieren für die Händler stehen.

Wissenschaftler arbeiten daran, auch andere Schnittblumen und Zierpflanzen gentechnisch zu verändern, um so etwa besondere Blütenfarben zu erhalten oder die Blumen länger frisch zu halten. Mehr Informationen zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft erhalten Sie unter www.transgen.de.

Foto oben: © Günter Havlena / PIXELIO

Foto Mitte: © Ruth Rudolph / PIXELIO

Foto unten: © Cornerstone / PIXELIO